Down-Syndrom (Trisomie 21): Therapie

Veröffentlicht von: Astrid Clasen (29. Dezember 2016)

Beim Down-Syndrom (Trisomie 21) ist eine frühe Therapie sinnvoll: Durch gezielte und individuell angepasste Fördermaßnahmen können die meisten Kinder ihre Lernentwicklung so verbessern, dass sie sich sozial und später auch beruflich gut integrieren und eine hohe Chance haben, später im Alltag weitgehend selbstständig zu sein.

Zu den wichtigen Therapiemaßnahmen beim Down-Syndrom gehören eine intensive Förderung  der sprachlichen Kommunikationsfähigkeiten (wobei es hilfreich sein kann, die gesprochene Sprache durch Gebärden zu unterstützen) sowie individuelle Übungen zur Entwicklung der Lese- und Schreibfähigkeiten. Dabei kann auch die Zusammenarbeit mit einem Sprachtherapeuten (Logopäden) sinnvoll sein.

Zudem ist beim Down-Syndrom eine Physiotherapie geeignet, um die Muskeln zu kräftigen und die Bewegungsabläufe zu stabilisieren, während eine Ergotherapie die Entwicklung eingeschränkter körperlicher oder geistiger Fähigkeiten unterstützen kann. Entscheidend für die Entwicklung der Kinder sind auch die liebevolle und unterstützende Akzeptanz in der Familie sowie die Nutzung von speziellen Einrichtungen. Hierbei nehmen Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen – zur Unterstützung der Menschen mit Trisomie 21 und ihrer Angehörigen – in vielen Fällen einen wichtigen Stellenwert ein.

Man sieht ein Treffen einer Down-Syndrom-Selbsthilfegruppe. © iStock

Selbsthilfegruppen können Menschen mit Down-Syndrom und deren Angehörigen wertvolle Unterstützung sowie die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bieten.

Je nachdem, welche gesundheitlichen Probleme die Trisomie 21 bereitet, sind zur Therapie auch Medikamente sinnvoll (z.B. bei einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion oder wiederholten Atemwegsinfekten). Nicht selten tritt bei Menschen mit Down-Syndrom auch ein Zustand krankhaft gesteigerter Erregbarkeit auf, gegen den beruhigend wirkende Mittel (Sedativa) helfen können.

Manchen Menschen mit Down-Syndrom benötigen weitere Behandlungsmaßnahmen – wie den Einsatz von Hilfsmitteln oder chirurgische Eingriffe. Dies kann zum Beispiel der Fall sein bei den typischen Begleiterscheinungen der Trisomie 21 – wie:


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