Dornwarzen (Stechwarzen)

Veröffentlicht von: Dr. rer. nat. Geraldine Nagel (12. September 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Dornwarzen (Stechwarzen, Plantarwarzen) sind harmlos, können aber unangenehm sein. Sie bilden sich mit Vorliebe an der Fußsohle, insbesondere an Stellen, die viel Druck ausgesetzt sind. Dadurch können Dornwarzen beim Gehen oder Stehen große Schmerzen bereiten.

Dornwarzen bekommt man durch eine Infektion mit bestimmten Typen des humanen Papillomavirus (HPV). Die Viren werden durch Kontakt- und Schmierinfektionen übertragen und können über kleine Risse oder Verletzungen in die Haut der Fußsohlen gelangen. Bis sich dann eine Warze bildet, können Wochen bis Monate vergehen.

Dornwarzen-Viren halten sich in feuchtwarmer Umgebung besonders gut – das Ansteckungsrisiko ist daher vor allem an Orten wie Schwimmbädern, Umkleide- oder Duschräumen hoch. Badelatschen können jedoch vor einer Infektion und dadurch auch vor Dornwarzen schützen. Schweißfüße können eine Infektion begünstigen.

Man sieht eine Dornwarze am Fußballen. © Okapia

Dornwarzen sind flache Hautveränderungen mit grauer oder gelblich-brauner Farbe. Sie bilden sich gerne dort, wo der Fuß viel Druck ausgesetzt ist – also an Zehen, Ferse und Fußballen –, meist bedeckt von einer Hornhautschwiele.

Stechwarzen müssen nicht zwangsläufig Beschwerden machen. Eine Dornwarze entsteht jedoch meist an druckbelasteten Stellen der Fußsohle (wie Fußballen oder Ferse) und wachsen durch den ständigen Druck mit dornartigen Fortsätzen nach innen. Die Folge können starke, stechende Schmerzen sein.

Dornwarzen können auch oberflächlich wachsen und beetartige Ausmaße annehmen: Solche "Mosaikwarzen" treten nicht einzeln, sondern in großer Zahl auf. Sie haben einen kleineren Durchmesser als einzelständige Dornwarzen und sind oft nur stecknadelkopfgroß.

Eine Behandlung ist bei Dornwarzen nicht zwingend notwendig – oft verschwinden sie nach durchschnittlich zwei Jahren von allein. Solch eine Spontanheilung ist vor allem bei Kindern häufig zu beobachten. Verursachen die Stechwarzen jedoch Beschwerden oder breiten sie sich stark aus, sollte man sie entfernen.

Wer sich sicher ist, dass es sich bei den vorhandenen Hautveränderungen um Dornwarzen handelt, muss nicht unbedingt einen Arzt aufsuchen. In der Apotheke gibt es verschiedene freiverkäufliche Mittel, mit denen sich Dornwarzen entfernen lassen. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Mittel, die auf eine Kältebehandlung bauen, oder Mittel, die die Hornhaut an der betroffenen Stelle nach und nach auflösen.

Oft ist die Therapie jedoch langwierig und erstreckt sich über mehrere Wochen (je nach Methode bis zu 12 Wochen) – Betroffene müssen daher etwas Geduld aufbringen und sollten die Behandlung nicht zu früh abbrechen.

Wirkt die Selbstbehandlung bei den Dornwarzen nicht, ist allerdings ein Arztbesuch zu empfehlen. Dem Arzt stehen noch andere Methoden zur Verfügung, um Dornwarzen zu entfernen, etwa die Kryotherapie mit flüssigem Stickstoff, die Lasertherapie oder chirurgische Maßnahmen.

Vorsicht gilt für Betroffene mit geschwächtem Immunsystem, geschädigten Nerven im Fußbereich oder Durchblutungsstörungen. Sie sollten von einer Selbstbehandlung absehen und die Dornwarzen nur mit ärztlicher Unterstützung entfernen. Das gilt insbesondere für Diabetiker.


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