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Divertikel im Darm (Divertikulose)
Divertikel im Darm (Divertikulose)Divertikel im Darm (Divertikulose): TherapieStand: 28. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Hat der Arzt beim Betroffenen zahlreiche Divertikel im Darm (Divertikulose) festgestellt, richtet sich die Therapie danach, ob Beschwerden auftreten und ob sich die Divertikel im Darm bereits entzündet haben, also eine Divertikulitis vorliegt. Zufällig entdeckte beschwerdefreie Divertikel im Darm bedürfen keiner besonderen Therapie. Verursachen die Darmdivertikel jedoch Symptome, können Maßnahmen, die den Stuhl regulieren, die Beschwerden verbessern: Divertikel im Darm lassen sich am besten mit einer kombinierten Therapie aus einer ballaststoffreichen Ernährung, reichlich trinken und ausreichend Bewegung behandeln. Ballaststoffe und viel Flüssigkeit sorgen dafür, dass die Stuhlmenge steigt und der Druck im Darm sinkt. Bewegung regt außerdem die Darmaktivität an und sorgt so dafür, dass der Stuhl besser transportiert wird. Dadurch sinkt der Druck ebenfalls. Eine Operation, bei der die Divertikel im Darm und gegebenenfalls auch größere Darmabschnitte entfernt werden, ist bei einer einfachen Divertikulose normalerweise nicht nötig. Erst wenn Komplikationen wie eine Entzündung der Divertikel auftreten, kann ein operativer Eingriff erforderlich sein. DivertikulitisBei einer Entzündung der Darmdivertikel (Divertikulitis) ist eine nicht-operative (konservative) oder eine operative Therapie möglich. Wie die Behandlung genau aussieht, hängt davon ab, wie schwer die Symptome der Divertikulitis sind. Bei einer leichten Divertikulitis besteht die konservative Therapie aus einer Antibiotika-Behandlung. Zusätzlich können krampflösende Medikamente (Spasmolytika) die Divertikulitis-Therapie unterstützen und die Beschwerden lindern. Eine schwere Divertikulitis macht eine Therapie im Krankenhaus erforderlich. Dort können mögliche Komplikationen rechtzeitig erkannt und gegebenenfalls behandelt werden. Dazu werden die Betroffenen engmaschig untersucht. Eine Operation ist notwendig, wenn der Darm infolge der Entzündung reißt oder es zu einer starken Divertikelblutung kommt, die anders nicht gestillt werden kann. Treten Blutungen wiederholt auf oder bilden sich Verbindungsgänge zu anderen Darmabschnitten oder Organen (sog. Fisteln), ist es möglicherweise sinnvoll, die betroffenen Darmbereiche operativ zu entfernen. Manchmal ist eine Operation auch ratsam, um auszuschließen, dass Darmkrebs vorliegt. Divertikulitis und ErnährungEine wichtige Rolle bei der Divertikulitis-Therapie spielt die Ernährung. Während bei der Divertikulose viele Ballaststoffe empfehlenswert sind, ist bei einer Divertikulitis eine ballaststoffarme Ernährung wichtig. Da der Darm durch die Entzündung bei einer Divertikulitis stark geschwächt ist, wäre eine ballaststoffreiche Ernährung zu belastend. Ein hohes Stuhlvolumen, wie es durch eine ballaststoffreiche Ernährung erreicht wird, kann dann die Beschwerden noch verstärken. Bei einer leichten Divertikulitis ist manchmal eine künstliche Ernährung sinnvoll, die bereits im Dünndarm aufgenommen wird. Bei einer schweren Divertikulitis sollten Betroffene nichts essen und Nährstoffe über eine Vene erhalten. Nach etwa zwei bis vier Tagen sollten Betroffene mit leichter Divertikulitis keine Beschwerden mehr haben. Dann ist es ratsam, die Ernährung wieder auf ballaststoffreiche Nahrung umzustellen. Weiterlesen: Divertikel im Darm (Divertikulose): Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
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