Startseite > Krankheiten > Dissoziative Identitätsstörung (multiple Persönlichkeitsstörung) > Therapie
Stand: 30. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Die gegen eine dissoziative Identitätsstörung (multiple Persönlichkeitsstörung) angewendete Therapie besteht aus verschiedenen Behandlungsphasen. Die einzelnen Phasen der Behandlung sind individuell unterschiedlich lang und erfolgen unter Umständen wiederholt:
Wenn die dissoziative Identitätsstörung auf rituellen Missbrauch zurückzuführen ist, sind in der Therapie auch Bewusstseins-Kontrolltechniken zu berücksichtigen: Diese kommen zum Beispiel in Kulten zum Einsatz, um Opfer zum Dissoziieren zu programmieren. Ziel der Deprogrammierung ist es, diese Kontrollmuster zu löschen. Bei der gegen die multiple Persönlichkeitsstörung eingesetzten Therapie ist es wichtig, dass immer die individuellen Möglichkeiten und Bedürfnisse der einzelnen Betroffenen im Vordergrund stehen. So kann es im Sinne einer größtmöglichen Stabilisierung beispielsweise sinnvoll sein, auf die Bearbeitung der traumatischen Erlebnisse zu verzichten, wenn die Betroffenen sich dadurch dauerhaft überfordert fühlen.
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