Diabetes insipidus: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Juli 2014)

Bei Diabetes insipidus kann das Hormon namens Vasopressin (bzw. antidiuretisches Hormon, ADH) seine normale Funktion nicht erfüllen.

Normalerweise sorgt Vasopressin dafür, dass in den Nieren eine Wiederaufnahme (Rückresorption) von Wasser in den Körper stattfindet – das Hormon steuert also die Flüssigkeitsausscheidung des Körpers. Beim Diabetes insipidus ist dieser Steuerungsmechanismus gestört, sodass die Nieren vermehrt Wasser ausscheiden, was starken Harndrang, großen Durst und hohe Trinkmengen zur Folge hat. Je nachdem, wo im Körper die Ursache für diese Störung liegt, unterscheiden Ärzte zwei Formen von Diabetes insipidus:

  1. Entweder es herrscht ein Mangel an Vasopressin infolge einer gestörten Bildung oder Freisetzung des Hormons im Gehirn – dies bezeichnet man als Diabetes insipidus centralis (bzw. zentraler Diabetes insipidus).
  2. Oder die Ursache für die Störung ist eine mangelhafte Verarbeitung von Vasopressin durch die Nieren – dann besteht ein Diabetes insipidus renalis (bzw. renaler oder nephrogener Diabetes insipidus: lat. ren und griech. nephros = Niere).

Für beide Formen von Diabetes insipidus kommen verschiedene Ursachen infrage. Sind die Auslöser der Störung unbekannt, liegt ein sogenannter idiopathischer Diabetes insipidus vor (idiopathisch = ohne erkennbare Ursache).


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