Diabetes insipidus: Diabetes insipidus renalis

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Juli 2014)

Die gegen den zentral bedingten Diabetes insipidus eingesetzte Therapie (d.h. den Mangel am Hormon ADH zu beheben) ist beim eher seltenen Diabetes insipidus renalis wirkungslos, denn: Die gestörte Steuerung der Flüssigkeitsausscheidung entsteht nicht durch einen Hormonmangel, sondern ist nierenbedingt: Die Niere selbst spricht nicht auf das vorhandene ADH an.

Auch beim Diabetes insipidus renalis hängt die Therapie in hohem Maß von der Ursache ab. Wenn die Störung auf eine erhöhte Konzentration von Calcium im Blut (sog. Hyperkalzämie) zurückzuführen ist (was oft der Fall ist), kann es zur Behandlung ausreichend sein, die Calciumwerte zu senken: Häufig bildet sich dann der Diabetes insipidus zurück.

Ansonsten zielt beim Diabetes insipidus renalis die Therapie darauf ab, die Ausscheidung von Natrium über die Niere zu erhöhen und so die Wiederaufnahme (sog. Rückresorption) von Wasser in den Körper zu steigern. Um dies zu erreichen, erhalten Sie harntreibende Mittel, welche die Natriumausscheidung fördern: sogenannte Thiazid-Diuretika. Wenn Sie gleichzeitig eine kochsalzarme Diät einhalten, nimmt das Blutvolumen ab und es kommt infolgedessen zu einer gesteigerten Rückresorption von Salzen und Wasser in der Niere. Auch eine verringerte Eiweißzufuhr kann bei nierenbedingtem Diabetes insipidus dazu beitragen, die Menge des ausgeschiedenen Urins zu senken.

Beim Diabetes insipidus renalis ist es besonders zu Beginn der Therapie ratsam, täglich das Körpergewicht zu kontrollieren, um eine vermehrte Wassereinlagerung frühzeitig anhand der Gewichtszunahme erkennen zu können.


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