Diabetes insipidus: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Juli 2014)

Beim Diabetes insipidus besteht die Therapie zunächst darin, den Elektrolythaushalt auszugleichen und den Kreislauf zu stabilisieren. Die weitere Behandlung richtet sich nach der Ursache für den gestörten Wasserhaushalt beziehungsweise nach der Grunderkrankung.

Ist beispielsweise ein Hypophysentumor die Ursache für Diabetes insipidus, sind etwa eine Operation und / oder eine Strahlentherapie möglich, während sich ein nach Schädel-Hirn-Traumata und Operationen auftretender Diabetes insipidus gelegentlich von selbst zurückbildet. Meistens machen allerdings schon die Symptome – vor allem die gestörte Nachtruhe und die Beeinträchtigung des Arbeitsalltags infolge des starken Harndrangs – eine Behandlung erforderlich.

Diabetes insipidus centralis

Bei einem durch Hormonmangel bedingten Diabetes insipidus besteht die Therapie darin, den Mangel zu beheben: Dieser sogenannte Diabetes insipidus centralis hat seine Bezeichnung daher, dass er infolge einer gestörten Herstellung oder Abgabe des antidiuretischen Hormons (ADH) im Gehirn entsteht. Sind die Auswirkungen dieser Störung milde, ist eine Behandlung nicht immer nötig.

In manchen Fällen gelingt es beim Diabetes insipidus centralis, eine mangelnde ADH-Produktion durch Medikamente anzuregen: Hier können zum Beispiel Antiepileptika mit antidiuretischer Wirkung (z.B. Carbamazepin) zum Einsatz kommen – sie regen die ADH-Sekretion an oder steigern die Urinkonzentrationsfähigkeit der Niere direkt. Alternativ ist beim Diabetes insipidus centralis eine Hormonersatztherapie mit Desmopressin geeignet, einem künstlich hergestellten, lang wirksamen Abkömmling von ADH. Dieses Medikament steht in Form von Nasentropfen oder -spray zur Verfügung.

Wichtig ist es, dass Sie beim Diabetes insipidus centralis begleitend zur Therapie Ihre Trinkmenge verringern: Eine zu hohe Flüssigkeitszufuhr kann – ebenso wie die zu häufige Anwendung des Medikaments – Überwässerungen verursachen. Zu Therapiebeginn sind außerdem gelegentlich Kopfschmerzen, Übelkeit und örtliche Reaktionen der Nasenschleimhäute möglich. Sie können die Behandlung des zentral bedingten Diabetes insipidus während der Schwangerschaft und Stillzeit aber unbedenklich fortsetzen.


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