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Diabetes insipidus (Wasserharnruhr)

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Diabetes insipidus: Therapie

(Stand: 27. Mai 2009)

Bei einem Diabetes insipidus (Wasserharnruhr) ist der erste Schritt der Therapie, den Elektrolythaushalt auszugleichen und den Kreislauf zu stabilisieren. Die weitere Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache beziehungsweise der Grunderkrankung. Bei Hypophysentumoren sind beispielsweise eine Operation und/oder eine Strahlentherapie möglich, während sich der Diabetes insipidus nach Schädelhirntraumen und Operationen gelegentlich von selbst zurückbildet. Behandlungsbedürftig sind die meisten Betroffenen allerdings aufgrund der gestörten Nachtruhe und der Beeinträchtigung des Arbeitsalltags.

Diabetes insipidus centralis

Der Diabetes insipidus centralis muss bei mildem Verlauf nicht immer therapiert werden. In manchen Fällen kann die mangelnde Produktion des antidiuretischen Hormons medikamentös angeregt werden. Hier können zum Beispiel Antiepileptika mit antidiuretischem Effekt (z.B. Carbamazepin) eingesetzt werden, die bei einem zentralen Diabetes insipidus die ADH-Sekretion stimulieren oder die Urinkonzentrationsfähigkeit der Niere direkt steigern. Alternativ wird eine Hormonersatztherapie mit Desmopressin eingeleitet, einem synthetischen langwirksamen Abkömmling des ADH, welches in Form von Nasentropfen oder -spray verabreicht wird.

Wichtig ist es, begleitend die Trinkmenge zu reduzieren. Durch zu hohe Flüssigkeitszufuhr kann es, ebenso wie durch zu häufige Anwendung des Medikaments, zu Überwässerungen kommen. Zu Therapiebeginn werden außerdem gelegentlich Kopfschmerzen, Übelkeit und lokale Reaktionen der Nasenschleimhäute beobachtet. Eine Fortsetzung der Therapie während der Schwangerschaft und Stillzeit ist unbedenklich.

Diabetes insipidus renalis

Bei einem Diabetes insipidus renalis ist das Ziel der Therapie die vermehrte Natriumausscheidung über die Niere. Man verabreicht deshalb harntreibende Mittel, welche die Natriumausscheidung fördern, so genannte Thiazid-Diuretika. Wird gleichzeitig eine kochsalzarme Diät eingehalten, nimmt das Blutvolumen ab und es kommt in Folge dessen zu einer gesteigerten Rückresorption von Salzen und Wasser in der Niere. Besonders zu Beginn der Therapie sollte täglich das Körpergewicht kontrolliert werden, um eine vermehrte Wassereinlagerung frühzeitig anhand der Gewichtszunahme erkennen zu können.

Weiterlesen: Diabetes insipidus: Verlauf

Autor: Onmeda Redaktion

Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

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