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Stand: 28. Januar 2010Autor: Onmeda-Redaktion
Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Mediziner unterscheiden grundsätzlich zwei Diabetes-Formen: Diabetes Typ 1 und Typ 2.
Typ-1-Diabetes beginnt meist in der Jugend. Bei dieser Form handelt es sich um eine sogenannte Autoimmunerkrankung. Das Immunsystem greift hierbei den eigenen Körper an: Im Fall des Typ-1-Diabetes werden bestimmte Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört, die das Hormon Insulin produzieren. Insulin stellt im Körper eine Art Zuckerregulator dar: Das Hormon sorgt dafür, dass der Zucker (Glukose)aus dem Blut in die Zellen geschleust und dort gegebenenfalls gespeichert wird. Wenn zu wenig Insulin vorhanden ist, bleibt der Zucker im Blut – der Blutzuckerspiegel steigt. Beim Typ-1-Diabetiker produziert die Bauchspeicheldrüse so gut wie kein Insulin mehr. Die Folge: Die Betroffenen müssen sich das Hormon spritzen, um ihren Blutzuckerspiegel zu senken.
Typ-2-Diabetes betrifft meist ältere Menschen. Im Unterschied zum Typ-1-Diabetes schüttet die Bauchspeicheldrüse beim Typ-2-Diabetes in der Regel noch ausreichend Insulin aus. Allerdings reagieren die Zellen, die auf das Hormon ansprechen sollten, zunehmend unempfindlicher auf das Insulin (sog. Insulinresistenz).In der Folge nehmen die Zellen zu wenig Zucker aus dem Blut auf – auch in diesem Fall steigt der Blutzuckerspiegel. Zu den Ursachen für den Typ-2-Diabetes zählen neben einer entsprechenden Veranlagung vor allem falsche Ernährung und Bewegungsmangel – Verhaltensweisen, die zunehmend auch junge Menschen zeigen. Die Folge: An Diabetes Typ 2 erkranken immer mehr junge Erwachsene und sogar Jugendliche.
Zu den typischen Symptomen eines Diabetes zählen:
Beim Typ-2-Diabetes zeigen sich zu Beginn häufig keine Beschwerden. Und auch bei einem Diabetes vom Typ 1 vergehen oft Monate, bis erste Symptome auftreten. Erst wenn etwa 80 Prozent der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört sind, kann der Körper den Insulinmangel nicht mehr ausgleichen. Die Beschwerden, die dann auftreten, sind wesentlich heftiger, als bei einem Diabetes vom Typ 2: Der Betroffene kann beispielsweise in ein diabetisches Koma fallen, dass durch extreme Blutzuckerwerte ausgelöst wird.
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