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Stand: 15. Juni 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei Verdacht auf einen Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) führt der Arzt im letzten Schwangerschaftsdrittel vermehrt Ultraschalluntersuchungen durch, um ein übermäßiges Wachstum des Ungeborenen zu erkennen und wenn nötig die Geburt verfrüht einleiten oder einen Kaiserschnitt vornehmen zu können.
Mit der entsprechenden Insulin-Therapie oder aufgrund einer Ernährungsumstellung kann ein Schwangerschaftsdiabetes meist gut behandelt werden. Wird er jedoch nicht oder zu spät erkannt, kann es zu einer Reihe von Komplikationen kommen.
Beim Neugeborenen können aufgrund eines zu spät oder nicht behandelten Schwangerschaftsdiabetes eine Reihe von Auffälligkeiten auftreten:
Jedes dritte Kind einer Frau mit unbehandeltem Schwangerschaftsdiabetes ist mit 30 Jahren bereits selbst Diabetiker. Bei anderen erhält sich die Neigung zum Übergewicht. Die Rate der Sterblichkeit vor und nach der Geburt ist erhöht.
50 Prozent der Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes entwickeln bei einer erneuten Schwangerschaft wieder einen Gestationsdiabetes. Generell lässt sich sagen: Frauen, die in der Schwangerschaft von einem Diabetes betroffen waren, haben ein höheres Risiko, an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken – auch wenn Sie nicht nochmals schwanger werden. Faktoren, die das Risiko erhöhen sind unter anderem: Übergewicht und Diabetes in der Familiengeschichte.
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