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Stand: 28. Februar 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Vor allem zur Diagnose und Verlaufskontrolle eines Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist es wichtig, dass zum einen Ärzte den Blutzuckerwert des Betroffenen bestimmen und zum anderen Diabetiker ihren Blutzucker selbst messen.
Verlieren die Inselzellen (Langerhans-Inseln) der Bauchspeicheldrüse wie beim Diabetes mellitus ihre Funktion, schüttet die Bauchspeicheldrüse weniger Insulin aus und der Blutzuckerspiegel steigt. Dieser Zustand wird als Hyperglykämie (Überzuckerung) bezeichnet und lässt sich durch eine einfache Blutzuckermessung feststellen. Zusätzliche Untersuchungen wie zum Beispiel ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) können weiteren Aufschluss über den Blutzucker bringen.
Auch akute, schwere Erkrankungen wie ein Herzinfarkt können den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen. Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel wird dagegen als Hypoglykämie (Unterzuckerung) bezeichnet.
Im Rahmen einer Diabetes-Therapie ist es daher wichtig, dass Betroffene ihren Blutzucker regelmäßig selbst messen, um zu sehen, ob die Werte stabil bleiben und nicht steigen. Folgeerkrankungen wie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung lassen sich so vermeiden. Zudem kann es bei einer unkontrollierten Diabetes-Therapie zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels, also einer Hypoglykämie, kommen. Dieser Zustand ist, wenn er ausgeprägt ist, für Diabetiker ein lebensbedrohlicher Notfall und muss sofort behandelt werden.
Der Einfachzucker Glukose gelangt mit der Nahrung über den Darm ins Blut und beeinflusst so den Blutzuckerspiegel. Auch aus anderen Kohlenhydraten aus der Nahrung kann der Körper durch Um- oder Abbau Glukose herstellen und so Energie bereitstellen. Das ist vor allem für das Gehirn wichtig, da es auf eine konstante Glukose-Zufuhr angewiesen ist. Aber auch andere Bereiche des Körpers, wie zum Beispiel Muskelzellen und Fettzellen, ziehen Energie aus Glukose.
Das von der Bauchspeicheldrüse produzierte Hormon Insulin spielt eine wichtige Rolle für den Blutzuckerspiegel: Insulin bewirkt, dass die Zellen Glukose aus dem Blut (den "Blutzucker") aufnehmen und weiterverarbeiten können. Die Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin vor allem nach den Mahlzeiten aus, wenn die Nahrung und damit auch mögliche Glukose-Quellen in den Darm gelangt. Ohne Insulin kann die Glukose nicht in die Zellen gelangen und verbleibt im Blut – in diesem Fall steigt der Blutzuckerspiegel an. Als Folge kann es zu einem Diabetes mellitus kommen.
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