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Depressive Verstimmung, Winterdepression
Depressive Verstimmung, WinterdepressionDepressive Verstimmung, Winterdepression: UrsachenStand: 25. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Depressive Verstimmungen können unterschiedliche Ursachen haben. Auslöser für eine saisonal abhängige Depression (SAD) oder auch Winterdepressionen ist in der Regel der Lichtmangel, der in den Herbst- und Wintermonaten vorherrscht. Die kürzer werdenden Tage signalisieren dem Körper einen veränderten Tag-/Nachtrhythmus. Als Folge geraten Hormone und Botenstoffe im Gehirn aus dem Gleichgewicht, was zu schweren Stimmungsschwankungen, der Winterdepression oder auch SAD, führen kann. Weitere Faktoren, die den Nervenstoffwechsel beeinflussen können und bei depressiven Verstimmungen als Ursachen infrage kommen, sind zum Beispiel
Botenstoffe (Neurotransmitter)Ohne Botenstoffe (Neurotransmitter) gäbe es keine Signalübertragung im Gehirn. Zu den wichtigsten Botenstoffen gehören Dopamin, Noradrenalin, Serotonin und Endorphine. Sie werden vom Körper selbst produziert und liegen in einem ganz bestimmten Verhältnis zueinander vor. Ist dieses Verhältnis gestört, etwa weil ein Botenstoff nicht ausreichend produziert wird, schlägt sich dies in Gefühlen, Verhalten und Wahrnehmung nieder. So ist Dopamin in Kombination mit Noradrenalin für angenehme und erfreuliche Gefühle zuständig. Ein zu niedriger Dopaminspiegel führt zu Niedergeschlagenheit und Deprimiertheit. Serotonin sorgt für Gelassenheit, Ausgeglichenheit, Zufriedenheit und Ruhe. Außerdem dämpft es Hungergefühle, Angst, Aggression, Kummer und Sorgen. Noradrenalin macht den Körper wach, aufmerksam und motiviert. Endorphine sind die körpereigenen "Schmerzkiller". Ein zu niedriger Endorphinspiegel lässt Schmerzen stärker erscheinen. NervenzelleEine Nervenzelle besteht aus dem Zellkörper, aus dem zahlreiche lange Ausstülpungen hervorgehen. Diese leiten elektrische Signale weiter. Man bezeichnet die Ausstülpungen als Axon beziehungsweise als Dendriten. Mehrere Nervenzellen sind über die Synapsen miteinander "verbunden". Signalgebender und -annehmender Teil der Synapse sind durch den sogenannten synaptischen Spalt voneinander getrennt. Dendriten "fangen" Signale auf und leiten sie anschließend über den Zellkörper und das Axon weiter bis zu den Synapsen. Damit das Signal von der Synapse einer Nervenzelle auf andere Zellen überspringen kann, schüttet die Synapse Botenstoffe (Neurotransmitter) in den synaptischen Spalt aus, also den Raum zwischen den Zellen. Auf diese Weise wandeln Synapsen das elektrische Signal in ein chemisches um. Die Botenstoffe breiten sich im synaptischen Spalt aus und erreichen die gegenüberliegende Zelle, wo sie wiederum ein elektrisches Signal auslösen. Damit keine Dauererregung entsteht, müssen die Transmitter anschließend aus dem synaptischen Spalt entfernt werden. Entweder bauen spezielle Enzyme die Botenstoffe ab, oder die Synapse nimmt sie wieder auf, damit das Signal abebben kann. Die Übertragung zwischen den Synapsen kann unterschiedlich gestört werden:
Derartige Störungen können depressive Verstimmungen hervorrufen und haben verschiedene Ursachen:
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