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Depressive Verstimmung, Winterdepression: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. August 2015)

Eine depressive Verstimmung beziehungsweise eine Winterdepression oder eine andere saisonal abhängige Depression (SAD) benötigt eine Therapie, die sich nach der Schwere der Beschwerden richtet.

Gegen eine leichte depressive Verstimmung helfen oft einfache Therapie-Maßnahmen. Das können Sie selber tun, um die Produktion des Glückshormons Serotonin anzukurbeln:

Bei stärkeren und länger anhaltenden Beschwerden ist es wichtig, zum Arzt zu gehen und sich behandeln zu lassen. Dabei müssen es nicht immer Antidepressiva sein:

  • Eine Lichttherapie (Phototherapie) oder
  • eine Behandlung mit natürlichen Arzneimitteln wie Johanniskraut
können vielen Menschen mit SAD beziehungsweise einer Winterdepression helfen, ihr inneres Gleichgewicht wiederzufinden.

Um mögliche Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu vermeiden, sollte Sie eine Therapie mit Johanneskraut immer mit Ihrem Arzt besprechen. Vorsicht ist auch geboten, wenn Lichttherapie und Johanniskraut gleichzeitig verwendet werden: Johanniskraut macht lichtempfindlicher, es kann zu sogenannten phototoxischen Reaktionen kommen.

Die Lichttherapie zielt darauf ab, dass der Körper mit ausreichend Sonnenlicht beziehungsweise vergleichbarem künstlichen UV-Licht versorgt wird. Das kann in Form von ausgedehnten Spaziergängen geschehen oder mithilfe von speziellen Lampen. Die Lichttherapie kann beim Arzt oder zu Hause vorgenommen werden. Derzeit ist die Lichttherapie als Behandlung einer depressiven Verstimmung eine IGel-Leistung, muss vom Patienten also selber gezahlt werden.

Bei der Therapie von depressiven Verstimmungen ist es wichtig, Angstzustände zu lindern, die Stimmung zu bessern und zu vermeiden, dass sich chronische Depressionen ausbilden oder es zu Rückfällen (Rezidive) kommt. Ist es nicht möglich, das mit einfachen Dingen wie Spaziergängen oder mit natürlichen Präparaten wie Johanniskraut zu erreichen, kann es helfen, vorübergehend Antidepressiva einzunehmen. Außerdem ist es sinnvoll, sich Rat von einem Psychotherapeuten zu holen, um es erst gar nicht zu einem Teufelskreis kommen zu lassen.

Die Therapie setzt dabei dort an, wo depressive Verstimmungen wie eine Winterdepression entstehen: bei den Botenstoffen. Medikamente können:

  • die Ausschüttung der Neurotransmitter in den synaptischen Spalt beeinflussen,
  • den Abbau der Botenstoffe hemmen,
  • die Bindung an die Zielzelle unterstützen sowie
  • die Wiederaufnahme nach der Reizübertragung hemmen.

All dies führt dazu, dass wieder mehr Botenstoffe für die Signalübertragung zur Verfügung stehen.

Bei der Behandlung von Depressionen und depressiven Verstimmungen ist es wichtig, die Therapie fortzuführen, bis die Stimmung über längere Zeit stabil ist und Maßnahmen getroffen wurden, um Rückfällen vorzubeugen.


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