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Stand: 29. Juni 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Für die Betroffenen ist es meist schwierig, genau zu benennen, wann das Mobbing am Arbeitsplatz begonnen hat, da der Mobbing-Prozess meist schleichend einsetzt. In vielen Fällen steht am Anfang ein (beruflicher) Konflikt, der – weil als belanglos eingeschätzt – keine weitere Beachtung findet. Aus diesem ungelösten Konflikt kann Mobbing entstehen, wobei der ursprüngliche Auslöser immer mehr in den Hintergrund tritt und die Beteiligten stattdessen persönliche Auseinandersetzungen führen. Die Mobbing-Opfer sehen sich zunehmend in die Außenseiterrolle gedrängt, weil die Täter sie meiden oder verleumden. Als Reaktion auf diese Behandlung zeigen die Opfer Verhaltensweisen wie Rückzug, Misstrauen oder Aggression – wodurch sich ihre Außenseiterrolle zunehmend verstärkt. Im weiteren Verlauf kann das Mobbing Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit der Mobbing-Opfer haben. Häufige Fehlzeiten und eine abnehmende Arbeitsqualität können die Folge sein. Ein fortgeschrittener Mobbing-Prozess endet meist mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. In vielen Fällen sprechen die Betroffenen selbst die Kündigung aus – wegen der durch das Mobbing unerträglichen Arbeitssituation. In manchen Fällen erhalten auch die Betroffenen – meist unter einem Vorwand – die Kündigung.
Mobber können beim Mobbing-Prozess vielfältige Handlungen vornehmen, deren gemeinsames Ziel darin besteht, das Mobbing-Opfer systematisch auszugrenzen. Dabei können sich die Mobbing-Angriffe auf verschiedene Bereiche auswirken:
| Angriff auf … | Beispiel |
|---|---|
| … die Möglichkeit, sich mitzuteilen | Fortwährendes Unterbrechen der Mobbing-Opfer; permanentes Kritisieren; Anschreien; ständige Kritik an Arbeit oder Privatleben |
| … die sozialen Beziehungen | Völliges Ignorieren der Mobbing-Opfer; ausbleibende Reaktion auf Ansprache; Versetzung in einen anderen Raum |
| … das soziale Ansehen | Verbreitung von Gerüchten; Nachahmen von Gang, Gesten oder Stimme; Äußerungen, die Betroffenen seien psychisch krank; Belustigung |
| … die Qualität der Berufs- und Lebenssituation | Zuteilung von sinnlosen, deutlich überfordernden oder unterfordernden Arbeitsaufgaben; Zuweisung von immer neuen Aufgaben oder mangelndes Vergeben von Aufgaben |
| … die Gesundheit | Körperliche Misshandlung; Androhung von Gewalt; Zerstören persönlicher Gegenstände; sexuelle Übergriffe |
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