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Stand: 10. September 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Eine depressive Verstimmung beziehungsweise eine Winterdepression oder eine andere saisonal abhängige Depression (SAD) benötigt eine Therapie, die sich nach der Schwere der Beschwerden richtet. Gegen eine leichte depressive Verstimmung helfen oft einfache Therapie-Maßnahmen: So kurbeln Spaziergänge zum Lichttanken, Sport und eine kohlenhydrat- und tryptophanreiche Ernährung die Produktion des "Glückshormons" Serotonin im Gehirn an. Bei stärkeren und länger anhaltenden Beschwerden ist es wichtig, zum Arzt zu gehen. Dabei müssen es nicht immer schwere Antidepressiva sein – eine Lichttherapie oder eine Behandlung mit natürlichen Arzneimitteln wie Johanniskraut können vielen Menschen mit SAD beziehungsweise einer Winterdepression helfen, ihr inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Es ist wichtig, eine geplante Therapie mit Johanniskraut mit dem Arzt zu besprechen, um mögliche Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zu vermeiden
Wichtig bei der Therapie von depressiven Verstimmungen ist es, Angstzustände zu lindern, die Stimmung zu bessern und zu vermeiden, dass sich chronische Depressionen ausbilden oder es zu Rückfällen (Rezidive) kommt.
Die Therapie setzt dabei dort an, wo die depressiven Verstimmungen wie eine Winterdepression entstehen: bei den Botenstoffen. Medikamente können die Ausschüttung der Neurotransmitter in den synaptischen Spalt beeinflussen, den Abbau hemmen, die Bindung an die Zielzelle unterstützen sowie die Wiederaufnahme nach der Reizübertragung hemmen. All dies führt dazu, dass wieder mehr Botenstoffe für die Signalübertragung zur Verfügung stehen.
Bei der Behandlung von Depressionen und depressiven Verstimmungen ist es wichtig, die Therapie fortzuführen, bis die Stimmung über längere Zeit stabil ist und auch Maßnahmen getroffen wurden, um Rückfällen vorzubeugen. So entfalten bestimmte Arzneimittel ihre volle Wirkung erst nach ein paar Wochen.
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