Startseite > Krankheiten > Depressionen > Affektive Störungen (Manisch depressive Erkrankung)
Stand: 17. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Affektive Störungen sind sehr häufige Stimmungsstörungen, bei denen die Gefühlszustände abnorm gehoben (bzw. manisch) und/oder gedrückt (bzw. depressiv) sind.
Meistens (in ca. zwei Drittel der Fälle) treten affektive Störungen in Form von Depressionen auf. In den restlichen Fällen wechseln sich manische und depressive Phasen ab – nur vereinzelt treten Manien alleine auf. Entsprechend unterscheidet man bei affektiven Störungen verschiedene Verlaufsformen:
Affektive Störungen sind sehr häufig: Etwa 16 bis 20 Prozent der Menschen entwickeln im Lauf ihres Lebens eine Depression, wobei Frauen etwa doppelt so oft betroffen sind wie Männer. Das Risiko für eine bipolare affektive Störung beträgt – unabhängig vom Geschlecht – 1 Prozent. Die meisten affektiven Störungen entstehen erst im Erwachsenenalter.
Die Ursachen für affektive Störungen sind vielfältig: Bei der Entstehung einer affektiven Störung spielen erbliche und psychologische Faktoren sowie biologische Veränderungen der Signalübertragung im Gehirn eine Rolle. Die Symptome unterscheiden sich je nachdem, welche Form der Stimmungsstörung vorliegt: Die manischen und/oder depressiven Zustände entwickeln sich mit unterschiedlichem Schweregrad und treten in der Regel phasenweise auf. Neben der Stimmung beeinflussen affektive Störungen aber auch die körperliche und geistige Leistung: So können beispielsweise Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistungen durch Depressionen und Manien beeinträchtigt sein.
Für eine Depression sind vor allem folgende Symptome kennzeichnend:
Eine Manie äußert sich hingegen durch:
Typischerweise verlaufen affektive Störungen als depressive Phasen, die mehrere Monate andauern und dann in beschwerdefreie oder manische Phasen übergehen. Bei der unipolaren Depression ist mit etwa vier Erkrankungsphasen im Leben zu rechnen. Entscheidend für den Verlauf affektiver Störungen ist es, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Gegen affektive Störungen helfen in erster Linie Medikamente und eine Psychotherapie; ergänzend kommen in manchen Fällen auch eine Lichttherapie oder Schlafentzug sowie eine Beschäftigungs- oder Arbeitstherapie zum Einsatz.
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