Startseite > Krankheiten > Depressionen > Depression: Hilfe für Angehörige
Stand: 1. Januar 2008Autor: Onmeda-Redaktion
Eine Depression ist auch für Angehörige eine Belastung. Steht die Diagnose Depression noch nicht fest, so empfinden Angehörige das veränderte Verhalten des Betroffenen oft als beunruhigend. Mit der Diagnose der Erkrankung hören die Schwierigkeiten aber nicht auf. Familie und enge Freunde geraten mit ihrer Geduld immer wieder an ihre Grenzen und reagieren vielleicht genervt auf den hartnäckigen Pessimismus und die Empfindlichkeit des Depressiven.
Für Angehörige ist es sehr schmerzhaft, den früher so aktiven und lebenslustigen Partner, Elternteil oder Freund plötzlich so leidend, energielos und hoffnungslos zu erleben. Verunsicherung und Sorge sind die ersten Reaktionen. Aus eigener Hilflosigkeit und Enttäuschung ziehen sich manche Angehörige auch von dem Erkrankten zurück. Oftmals sind sich die Bezugspersonen zudem nicht sicher, ob der Betroffene wirklich nicht kann oder eher nicht will. Ärger und Vorwürfe sind die Folge. Auch Schuldgefühle sind häufige emotionale Reaktionen auf die Erkrankung. Vor allem Eltern und Angehörige eines depressiven Kindes fragen sich, was sie bei ihrem Sohn oder ihrer Tochter bloß falsch gemacht haben.
| Je länger die Depression andauert, umso häufiger entwickeln auch Angehörige eine pessimistische Haltung oder Gereiztheit gegenüber dem Betroffenen. |
Familiäre Konflikte können unter Umständen mit zu der depressiven Erkrankung beitragen. Selbstanklagen und entsprechende Grundsatzdiskussionen helfen in dieser Situation jedoch nicht weiter. Der Betroffene braucht Sie und Ihre ganze Energie jetzt, um seine schwierige Situation zu bewältigen. Daher ist es für Angehörige manchmal besser, derartige Probleme erst einmal zu vertagen, bis sich der Betroffene wirklich besser fühlt. Behalten Sie zudem im Hinterkopf, dass es die depressive Erkrankung ist, die den Partner oder den Freund so verändert hat.
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