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Stand: 1. Januar 2008Autor: Onmeda-Redaktion
Eine Depression verändert den Betroffenen komplett. Dieser hat das Gefühl, als ob sich über Körper und Seele ein bleierner Mantel gelegt hätte. Diese tiefgehenden Veränderungen äußern sich in verschiedenen Anzeichen und Symptomen (Krankheitszeichen ).
Typische Aussagen oder Gedanken, die zum Beispiel Anzeichen einer Depression sein könnten:
| Anzeichen einer Depression | |
|---|---|
| Anzeichen | Beschreibung |
| Die Stimmung ist deprimiert. | Der Betroffene fühlt sich niedergeschlagen (lat. deprimere = niederdrücken). |
| Freudlosigkeit | Die Fähigkeit, irgendeine Freude zu empfinden, ist ausgeschaltet. Jegliches Interesse an der Umwelt ist verloren gegangen. Viele Depressive beschreiben ihren Zustand als "innere Leere" und "Gefühl der Versteinerung" (Gefühl der Gefühllosigkeit ). Bei schweren Depressionen versiegen die Tränen, selbst negative Gefühle wie Trauer werden nicht mehr erlebt. Wenn die Tränen wieder fließen, kann das ein Zeichen der Besserung sein. |
| Antriebsstörung | Depressive leiden unter Anzeichen wie Antriebs- und Schwunglosigkeit. Sie ziehen sich oft von ihren Mitmenschen zurück und erleben schon kleinste Aufgaben als einen unüberwindbaren Berg und eine große Belastung. Häufig fühlen sie sich nicht einmal mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen. Manche Betroffene laufen jedoch auch rastlos und von Verzweiflung getrieben umher. |
| Schuldgefühle | Neben der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit stellen sich bei vielen auch intensive und übertriebene oder unbegründete Schuldgefühle ein. |
| Ständiges Grübeln | Gequält werden die Betroffenen außerdem von einer Grübelneigung. Die durch die Depression dunkel gefärbten Gedanken kreisen um eigenes Versagen, die scheinbar ausweglose Situation und die unbewältigbar erscheinende Zukunft. |
| Angstgefühle | Die meisten Depressiven beschreiben zudem ein alles durchdringendes Angstgefühl , das sie den ganzen Tag über begleitet. |
| Körpersprache | Manche Betroffene können Anzeichen ihrer Depression gut überspielen und vor ihrer Umgebung weitgehend verbergen. Familienangehörige und enge Freunde bemerken jedoch meist die Veränderungen hinter der Fassade. Die Erkrankung spiegelt sich bei den meisten Depressiven in Mimik und Gestik wider: Das Verhalten wirkt gebremst, die Stimme ist leise und monoton, die Antworten in einem Gespräch erfolgen quälend langsam. |
| Schlaf- und Appetitstörungen | So gut wie alle depressiv Erkrankten leiden unter hartnäckigen Schlafstörungen. Ein großer Teil wacht in den frühen Morgenstunden auf und liegt mit quälenden Grübeleien im Bett. Auch eine Appetitstörung mit Gewichtsverlust ist die Regel – ebenso wie ein massives Nachlassen der sexuellen Aktivität. In Einzelfällen weisen jedoch die Betroffenen gegenteilige Krankheitszeichen auf, nämlich vermehrte Schlafneigung und gesteigerten Appetit, besonders auf Süßes. Berichten die Betroffenen zusätzlich über eine bleierne Schwere in den Armen und Beinen, eine leichte Kränkbarkeit durch die Zurückweisung durch andere Menschen und eine deutliche Stimmungsaufhellung, sobald positive Nachrichten kommen, dann spricht man von einer atypischen Depression. |
| Körperliche Beschwerden | Viele Depressive leiden zudem unter unterschiedlichsten körperlichen Anzeichen, die von Kopf- oder Rückenschmerzen, über Zahnprobleme bis hin zur Verstopfung reichen können. Typisch ist zudem ein nagendes, drückendes Gefühl hinter dem Brustbein. |
| Suizidgedanken | Die Mehrzahl der Patienten mit schweren Depressionen erleben ihren Zustand als so hoffnungslos und unerträglich, dass sie nicht mehr leben wollen. Oft besteht der Wunsch, einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen, oder sogar konkrete Suizidgedanken und -pläne. Auf die Suizidalität als dem dunklen Begleiter der Depression wird weiter unten eingegangen. |
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