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Stand: 14. September 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei einer Angststörung sind die Ursachen noch nicht eindeutig geklärt. Es gibt verschiedene, vielschichtige Theorien darüber, wie eine Angststörung entsteht.
Anhänger der psychoanalytischen Theorien gehen davon aus, dass innere Konflikte zu Angst führen können. Auch nimmt man an, dass die betroffene Person nicht die Fähigkeit entwickeln konnte, mit normaler Angst umzugehen. In Konfliktsituationen fühlt sich die Person daher überfordert, sodass alte kindliche Ängste in ihr aufsteigen können. Auch treten besonders bei drohendem Verlust (z.B. einer nahestehenden Bezugsperson oder sozialer Anerkennung) akute Ängste wie Trennungsangst auf.
Bei Phobien vermutet man, dass der Betroffene seine inneren Konflikte (z.B. verdrängte sexuelle Phantasien) durch Abwehrmechanismen nach außen verlagert. Der Phobiker hat dann nicht eigentlich Angst vor dem Objekt, auf das er phobisch reagiert (z.B. eine Spinne), sondern er fürchtet in Wahrheit die unbewusste Phantasie, die im übertragenen Sinne mit diesem Objekt in Verbindung steht. Die äußere steht also für eine innere Angst.
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