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DepressionDepression: TherapieStand: 18. Oktober 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einer Depression verläuft die Therapie meist auf zwei Ebenen:
Die Kombination beider Ansätze ermöglicht es oft, eine Depression leichter zu überwinden. Eine solche kombinierte Therapie kann bei Depressionen deshalb helfen, weil die Stimmungsstörungen auf biologische und psychologische Ursachen zurückzuführen sind. Welche Maßnahmen im Einzelfall bei einer Depression zur Behandlung zum Einsatz kommen, hängt von den individuellen Umständen der Erkrankung und den persönlichen Wünschen der Betroffenen ab. MedikamenteBei einer Depression sind sogenannte Antidepressiva für die medizinische Therapie besonders wichtig: Diese Medikamente beeinflussen das Gleichgewicht der Hirnbotenstoffe. Sie wirken in der Regel erst nach zwei bis drei Wochen gegen die Depression und führen in der Anfangszeit mitunter zu starken Nebenwirkungen (z.B. verstärkte Müdigkeit, Übelkeit). Erst nach dieser Zeit können Sie feststellen, ob Ihnen das verabreichte Medikament gegen die Depression hilft. Ist dies nicht der Fall oder lassen die Nebenwirkungen nach den ersten zwei bis drei Wochen nicht nach, ist eine Behandlung mit einem anderen Antidepressivum sinnvoll. Wenn die Symptome der Depression abgeklungen sind, nehmen Sie die Antidepressiva am besten noch eine Zeit lang weiter ein, um Rückfälle (Rezidive) zu vermeiden (sog. Erhaltungstherapie). Nach dem Absetzen der Medikamente kann die Depression allerdings erneut auftreten (sog. rezidivierende Depression). SSRI und SNRIBei einer Depression mit und ohne Angstsymptomatik kommen zur medikamentösen Therapie häufig selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) wie Citalopram, Fluoxetin beziehungsweise Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) wie Venlafaxin zum Einsatz. Diese Medikamente hemmen gezielt die Wiederaufnahme der Hirnbotenstoffe Serotonin beziehungsweise Serotonin und Noradrenalin in die Nervenzelle, sodass die Botenstoffe im Gehirn länger positiv wirken können. Das hellt Ihre Stimmung auf und lindert Ängste. Mögliche, aber seltene Nebenwirkungen der Behandlung sind Herz-Kreislauf-Beschwerden, Kopfschmerzen, Übelkeit und Verdauungsprobleme. Wenn Sie nach dem Abklingen der Symptome Ihrer Depression die Behandlung mit SNRI noch länger fortführen (langfristige Erhaltungstherapie), ist ein Rückfall unwahrscheinlicher. Beachten Sie bei der medikamentösen Therapie unbedingt, dass Sie SNRI und Triptan-Präparate (z.B. Medikamente gegen Migräne) nicht zusammen einnehmen dürfen. Weitere AntidepressivaBei einer Depression sind für die Therapie neben den SSRI und SNRI weitere Medikamente geeignet, die ebenfalls zu den Antidepressiva gehören: sogenannte MAO-Hemmer wie Moclobemid und tri- und tetrazyklische Antidepressiva wie Doxepin:
BenzodiazepineDa die bei einer Depression zur Therapie verabreichten Antidepressiva nicht sofort wirken, verschreibt Ihnen Ihr Arzt womöglich zusätzlich andere Medikamente, um diese Zeit zu überbrücken: sogenannte Benzodiazepine. Diese Mittel beruhigen und fördern den Schlaf. Weiterlesen: Depression: Therapie – Psychotherapie Mehr zum Thema im InternetWissenswertes über Depressionen: Weitere Informationen zu Depressionen finden Sie auf netdoktor.deDas könnte Sie auch interessieren
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