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Demenz: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. November 2014)

Nicht jede Demenz zeigt den gleichen Verlauf: Einerseits sind verschiedene Demenzformen mit unterschiedlichsten Ursachen bekannt, andererseits verlaufen auch Demenzerkrankungen ein und derselben Form (z.B. Alzheimer-Demenz) grundsätzlich individuell verschieden.

Eine Demenz mit typischem Verlauf macht sich erst im höheren Lebensalter bemerkbar (sog. Altersdemenz) und schreitet stetig langsam fort – über Jahre hinweg. Manche Demenzformen beginnen aber auch früher, verschlechtern sich rasch oder verlaufen schwankend:

  • Die häufige Alzheimer-Demenz, die Parkinson-Demenz und die Lewy-Body-Demenz (bzw. Lewy-Körperchen-Demenz) sind alles primäre Formen von Demenz mit typischem Verlauf (d.h. im höheren Lebensalter einsetzend und langsam, aber stetig fortschreitend). Geprägt sind diese Demenzformen durch einen stetigen Verlust von Nervenzellen (sog. Neurodegeneration).
  • Die frontotemporale Demenz ist ebenfalls eine mit Neurodegeneration einhergehende primäre Demenz, ihr Verlauf setzt jedoch deutlich früher ein.
  • Die vaskuläre Demenz ist eine weitere primäre Demenzerkrankung, die aber nicht mit Neurodegeneration einhergeht, sondern infolge einer gefäßbedingten Schädigung des Gehirns entsteht. Die vaskuläre Demenz kann einen schubweisen Verlauf nehmen: Dabei lösen plötzliche Stimmungsschwankungen und ein deutliches Nachlassen der Geistesfähigkeiten Phasen ab, in denen die Betroffenen so klar denken können wie vor ihrer Erkrankung beziehungsweise in frühen Krankheitsstadien.

In seltenen Fällen ist der Demenz-Verlauf nicht zwangsläufig fortschreitend, sondern wieder umkehrbar (reversibel). Solche Demenzen entstehen sekundär (d.h. als Folge einer anderen Grunderkrankung, die nicht ursprünglich Gehirn bzw. Nervenzellen betrifft), zum Beispiel durch:

Prognose

Einen fortschreitenden Demenz-Verlauf kann man zwar mithilfe der heute verfügbaren Medikamente bereits verzögern. An der Prognose ändert dies jedoch nicht viel, da keine Therapie das Fortschreiten der Demenz völlig stoppen kann. Es ist also auch bei frühzeitiger Behandlung damit zu rechnen, dass Menschen mit fortschreitender Demenz irgendwann Pflege benötigen und ihre Lebenserwartung vermindert ist.

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