Demenz: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. November 2014)

Bei einer Demenz ist eine Therapie in jedem Fall wichtig – je früher, desto besser. Das gilt nicht nur für die seltenen heilbaren (reversiblen) Demenzen, die bei frühzeitiger Behandlung verschwinden können, sondern auch für Demenzformen, die nicht vollständig heilbar sind. Der Grund: Im Frühstadium ist es möglich, auch solche Demenzen mit entsprechender Behandlung positiv zu beeinflussen.

Die Ziele der Demenz-Therapie lauten:

  • Symptome der Hirnleistungsstörung verringern,
  • ihr Fortschreiten verzögern und
  • die Lebenssituation der Betroffenen verbessern.

Bei einer fortschreitenden Demenz bewirkt eine rechtzeitige Therapie, dass die Betroffenen ihre Mündigkeit länger aufrechterhalten und eigenständige Entscheidungen treffen können, ehe die Gedächtnisleistungen so nachlassen, dass sie entscheidungsunfähig sind. Eine rechtzeitige und umfassende Demenzbehandlung und eine gute Hilfestellung helfen also nicht nur den Betroffenen selbst, sondern entlasten auch diejenigen, die für ihre Pflege und Betreuung zuständig sind.

Wenn Sie selbst dement sind oder die Pflege eines dementen Menschen übernommen haben, ergreifen Sie also die Chance und informieren Sie sich früh über die Demenz sowie über verfügbare Therapie-Möglichkeiten und mögliche Hilfe: So können Sie im Voraus die Pflegeplanung und andere mit der Demenz verbundene Fragen in Angriff nehmen.

Schon beim ersten Verdacht auf eine Demenz ist es ratsam, sich so schnell wie möglich an den behandelnden Hausarzt und/oder einen Facharzt (Psychiater, Neurologe) zu wenden. Bundesweit sind neben Selbsthilfegruppen auch spezialisierte Gedächtniskliniken zu finden, die eine umfassende Beratung zu Demenzen anbieten.

Zur Demenz-Therapie stehen Medikamente und nicht-medikamentöse Maßnahmen (wie das Trainieren alltäglicher Fertigkeiten, Gedächtnistraining, Psychotherapie, Verhaltens- und Soziotherapie) zur Verfügung. Dabei ist jeder Fall von Demenz individuell zu behandeln, denn: Nicht alle, der dement sind, haben dieselben Symptome und Probleme. Welche Medikamente und sonstigen Maßnahmen gegen die Demenz geeignet sind, entscheiden die Ärzte zusammen mit den Betroffenen oder deren Angehörigen daher in jedem Fall neu.


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