Demenz: Symptome

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. November 2014)

Die mit einer Demenz verbundenen Symptome sind sehr vielfältig: Wie sich die Erkrankung auswirkt, hängt teils von ihrer Ursache und von ihrem Stadium ab, ist aber auch in jedem Einzelfall unterschiedlich.

In jedem Fall ist eine Demenz durch Symptome einer Hirnleistungsstörung gekennzeichnet, die typischerweise die geistige Leistungsfähigkeit (v.a. in Bezug auf Denken und Wahrnehmen) betreffen.

Das für jede Demenz wichtigste Anzeichen ist das nachlassende Erinnerungsvermögen. Während das Kurzzeitgedächtnis früh beeinträchtigt ist, verblasst die Erinnerung an Vertrautes und früher Erlerntes jedoch erst in späten Demenz-Stadien. Daneben können weitere ähnliche Demenz-Symptome hinzukommen – unter anderem:

  • Störungen der Orientierung
  • Störungen der Sprache (z.B. Wortfindungsstörungen)
  • Störungen der Auffassung
Eine Frau setzt einem alten Mann eine Mütze auf. © Jupiterimages/iStockphoto

Bei Menschen mit Demenz lässt das Erinnerungsvermögen immer weiter nach.

Wer dement ist, zeigt auch Beeinträchtigungen, die nicht die Denkfähigkeit betreffen: So treten bei einer Demenz verschiedene Verhaltens- und psychische Symptome auf, deren Häufigkeit, Dauer und Ausprägung von Fall zu Fall sehr unterschiedlich ist.

Infolge der Demenzerkrankung ist die Gefühlskontrolle zunehmend gestört, wodurch sich die Persönlichkeit (bzw. das Wesen) der Betroffenen verändert: Demente Menschen können beispielsweise vermehrt Unruhe mit erhöhter Anspannung, Enthemmung, Euphorie oder Aggressionen oder Weinanfälle entwickeln. Oft sind bei einer Demenz auch eine gesteigerte Bewegung und häufige Wiederholungen gleicher Bewegungsabläufe zu beobachten. Häufigstes Verhaltenssymptom ist jedoch die Teilnahmslosigkeit (Apathie). Verbreitet treten bei einer Demenz phasenweise depressive Symptome auf; seltener kommt es infolge von Demenzen zu Angst.

In späten Stadien der Demenz können körperliche Symptome wie gestörter Tag-Nacht-Rhythmus, Blasenschwäche (Inkontinenz) oder Verstopfung hinzukommen.

Nicht nur die Betroffenen selbst sind durch ihre Demenzerkrankung erheblich in ihren alltäglichen Aktivitäten beeinträchtigt. Auch für Angehörige beziehungsweise betreuende Personen sind die mit der Demenz einhergehenden Symptome teilweise extrem belastend.


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