Demenz: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. November 2014)

Bei einer Demenz gelingt die Diagnose mit recht einfachen Mitteln verhältnismäßig sicher: Die typischen Anzeichen der Hirnleistungsstörung, die Art, wie demente Menschen auftreten und eine sorgfältige Untersuchung führen schnell zu dem Verdacht, dass eine Demenz vorliegt.

Um die infolge der Demenz entstandenen Gedächtnisdefizite zu beurteilen, stehen neuropsychologische Tests zur Verfügung: Der am häufigsten zur Diagnose einer Demenz verwendete Test ist die 15-minütige MMSE (Mini Mental State Examination). Als erweiterte Version (SIDAM) dauert der Demenztest bis zu 30 Minuten. Daneben stehen auch schnellere Tests zur Beurteilung einer Demenz zur Verfügung – und solche, die Schwächen der MMSE auszugleichen suchen: der DemTect (Demenz-Detections-Test) und der TFDD (Test zur Früherkennung von Demenzen mit Depressionsabgrenzung).

Diese Tests können besonders im Frühstadium der Demenz wichtige Hinweise zur Diagnose liefern. Auch wer einem Menschen mit Demenz nahe steht und erste Veränderungen bemerkt hat, kann hilfreiche Informationen zur Feststellung und Beurteilung der Hirnleistungsstörung beisteuern.

Um die Ursache der Demenz zu klären, folgen weitere Untersuchungen: Zur Basisdiagnostik gehören eine gründliche körperliche Untersuchung, eine Blutuntersuchung sowie der Einsatz bildgebender (CT, MRT) und elektrophysiologischer Verfahren ( EKG). Je nach vermuteter Demenz-Ursache sind zur Diagnose auch weitere, spezielle Verfahren sinnvoll (z.B. Genanalysen, SPECT oder Hirnwasseruntersuchung).

Die häufigste Form von Demenz, die Alzheimer-Krankheit, ist eine sogenannte Ausschlussdiagnose – das bedeutet: Erst dann, wenn keine andere Ursachen für die Demenz infrage kommen, kann die Diagnose "Alzheimer-Demenz" lauten.


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