Demenz: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. November 2014)

Demenz (lat. Dementia, von de mente = ohne Geist, von Sinnen) ist eine krankheitsbedingte Störung der Leistungsfähigkeit des Gehirns, die sich im Abbau der sogenannten kognitiven Fähigkeiten (wie Gedächtnis und Denkfähigkeit) zeigt.

Eine Demenz liegt per Definition vor, wenn neben einem beeinträchtigten Gedächtnis mindestens eines der folgenden Merkmale zutrifft:

  • Sprachstörung (sog. Aphasie)
  • beeinträchtigte Fähigkeit zur Ausführung motorischer Aktivitäten (sog. Apraxie)
  • Unfähigkeit zum Erkennen/Wiedererkennen von Gegenständen (sog. Agnosie)
  • Störung der zur Ausführung von Handlungen über mehrere Stufen hinweg nötigen Hirnleistungen (sog. Exekutivfunktionen) wie Planung, Organisation, Einhaltung von Reihenfolgen

Das Krankheitsbild "Demenz" umfasst mehrere Erkrankungen unterschiedlicher Ursachen. Sie sind dadurch gekennzeichnet,

  • dass mehrere geistige und verstandesmäßige Bereiche betroffen sind, wie die Orientierung oder die Lern- und Urteilsfähigkeit, und
  • dass die betroffenen Menschen dadurch in ihren alltäglichen Aktivitäten erheblich beeinträchtigt sind.

Die Demenz zählt zu den folgenschwersten Alterskrankheiten. Durch die steigende Lebenserwartung nimmt die Bedeutung der Altersdemenz für die Gesellschaft weiter zu. So hat sich allein innerhalb des letzten Jahrhunderts die Lebenserwartung verdoppelt, die Zahl der über 80-Jährigen gar verzehnfacht.

Häufigkeit

Demenz tritt mit größter Häufigkeit im höheren Lebensalter auf (daher auch die Bezeichnung Altersdemenz). In seltenen Fällen kann sie sich auch bei jungen Menschen entwickeln. In Deutschland sind etwa 6 Prozent der Menschen ab dem 65. Lebensjahr dement, bei den über 90-Jährigen ist es mindestens jeder Dritte.


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