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Dekubitus (Wundliegen)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (24. September 2013)

Der Dekubitus (Wundliegen) – auch Dekubitalgeschwür (bzw. Dekubitalulkus) genannt – betrifft vor allem Menschen, die durch Alter, schwere Krankheit oder Lähmung pflegebedürftig sind: Bei jeder längeren Bettlägerigkeit können sich die Betroffenen wund liegen, wenn geeignete Gegenmaßnahmen ausbleiben.

Ursache für die Entstehung eines Dekubitus ist Druck, der länger auf Hautgebiete einwirkt, ohne dass eine Entlastung der betroffenen Region durch Umlagern des Körpers stattfindet. Daher bezeichnet man das Wundliegen auch als Druckgeschwür (bzw. Druckulkus). Alle Körperstellen, die nicht durch Muskeln oder Fettgewebe vor dem Auflagedruck geschützt sind, können Druckgeschwüre entwickeln: die Kreuzbeinregion, die Fersen, die Rollhügel der Oberschenkelknochen und die Knöchel.

Erstes Anzeichen für ein drohendes Wundliegen ist eine bleibende Rötung; dabei kann die Haut auch erwärmt sein. In diesem Anfangsstadium bereitet der Dekubitus oft keine oder nur geringe Beschwerden. In späteren Stadien, die von einer oberflächlichen Hautschädigung bis hin zu einer tiefen Wunde mit Absterben von Gewebe sowie gechädigtem Muskel- und Knochengewebe reichen, kann der betroffene Bereich jucken, brennen und stark schmerzen. Wenn sich das Druckgeschwür infiziert, kann er außerdem übel riechen. Vor allem danach, wie tief sich der Dekubitus im Gewebe ausgedehnt hat, richtet sich die Gradeinteilung:

  • Ein Dekubitus vom Grad I befindet sich im Anfangsstadium und ist durch eine Hautrötung gekennzeichnet, die auch nach Entlastung der betroffenen Stelle nicht verschwindet,
  • Grad II bezeichnet ein oberflächliches Druckgeschwür (zu sehen ist eine Blase, eine Hautabschürfung oder oberflächliche Wunde),
  • Grad III bezeichnet eine Wunde, die durch alle Gewebsschichten bis in die umliegenden Muskeln, Sehnen oder Fettgewebe reicht,
  • Grad IV bezeichnet eine tiefe, bis zu den Knochen gehende Schädigung, wobei das betroffene Gewebe oft abgestorben (nekrotisch) und blauschwarz verfärbt ist.
Das Bild zeigt eine Hauterscheinung bei Dekubitus (Wundliegen).

Durch Wundliegen kann eine tiefe Wunde entstehen. © Herbert Schwind/OKAPIA

Dekubitalgeschwüre sind – ebenso wie beispielsweise ein diabetischer Fußchronische Wunden. Ist es erst einmal zum Wundliegen gekommen, bedeutet dies also für die Betroffenen eine große Belastung: Der Dekubitus heilt auch bei aufwendiger Dekubitusbehandung nur langsam. Daher ist bei der Betreuung kranker und pflegebedürftiger Menschen eine geeignete Dekubitusprophylaxe wichtig.

Zu den Anti-Dekubitus-Maßnahmen gehört es zum Beispiel, für häufige Lagewechsel zu sorgen, die Haut gut zu säubern und zu pflegen sowie die Stellen, die besonders schnell wund gelegen sind, zu polstern beziehungsweise zu entlasten (z.B. mit einer speziellen Antidekubitusmatratze). Dies gilt besonders bei Menschen, deren Risiko für ein Wundliegen erhöht ist: Zu den Risikofaktoren für die Entstehung eines Dekubitus gehören:






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