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Dekubitus (Wundliegen)Dekubitus (Wundliegen): VerlaufStand: 2. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Ein einmal entstandener Dekubitus (Wundliegen) nimmt meist einen langwierigen Verlauf: Es dauert häufig Monate, bis ein Dekubitalgeschwür abheilt, wobei die Abheilung mehrere Phasen durchläuft. Daher ist die regelmäßige Inspektion der Wunde und eine eventuelle Anpassung der Wundbehandlung für den weiteren Heilungsverlauf von großer Bedeutung. Um den Erfolg der Dekubitus-Therapie zu sichern, ist es daher wichtig, dass Betroffene und Angehörige, Pflegepersonal und Ärzte in dieser Phase eng miteinander zusammenarbeiten. Auch nachdem der Dekubitus abgeheilt ist, besteht eine Zeit lang ein erhöhtes Risiko, dass es an der betroffenen Stelle erneut zum Wundliegen kommt (sog. Rezidiv). KomplikationenEin Dekubitus (Wundliegen) kann im weiteren Verlauf zu verschiedenen Komplikationen führen: Ein Druckgeschwür neigt stark dazu, sich in die Tiefe des Gewebes auszubreiten. Das betroffene Gewebe stirbt ohne rechtzeitige konsequente Behandlung ab. Dann ist es notwendig, es chirurgisch zu entfernen. Da über den offenen Dekubitus Krankheitserreger in den Körper gelangen können, besteht bei jedem Wundliegen das Risiko einer bakteriellen Infektion. Reicht ein solch infiziertes Dekubitalgeschwür bis in den Knochen hinein, kann sich eine akute Knochenmarkentzündung (Osteomyelitis) ausbilden. Darüber hinaus kann sich der Erreger über den Blutweg im gesamten Körper ausbreiten, was weiteren Verlauf möglicherweise Knochenabszesse, eine Lungenentzündung bis hin zu einer schweren Blutvergiftung (Sepsis) mit lebensbedrohlichen Organschädigungen zur Folge hat. Breitet sich der Dekubitus in seinem Verlauf großflächig über die Haut aus, verlieren die Betroffenen darüber ständig Eiweiß und Nährstoffe. Dies kann eine Mangelernährung verursachen, was wiederum zu Komplikationen bei der Wundheilung führt, die dann verzögert ist oder stoppt. Neben den körperlichen kann ein Dekubitus auch psychische Komplikationen auslösen: Infolge der ständigen Schmerzen und des mit dem Wundliegen häufig einhergehenden Gefühls, bei lebendigem Leibe zu verfaulen (v.a. dann, wenn das Druckgeschwür infiziert ist und übel riecht), können im Verlauf der Wundbildung Angst, Depression und Teilnahmslosigkeit entstehen. Weiterlesen: Dekubitus (Wundliegen): Vorbeugen Das könnte Sie auch interessieren
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