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Dekubitus (Wundliegen)Dekubitus (Wundliegen): TherapieStand: 2. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Bei einem Dekubitus (Wundliegen) ist eine konsequente Therapie nötig, um zu verhindern, dass sich das Druckgeschwür weiter ausbreitet. Dazu gehört zunächst, für eine Druckentlastung durch wechselnde Lagerung zu sorgen: Bei einem Dekubitus ist regelmäßiges Umlagern (mindestens alle 2 Stunden!) wichtig. Es ist ratsam, die Betroffenen – wenn möglich – aktiv zu mobilisieren. Bei dieser Bewegungsförderung ist darauf zu achten, dass auf das Geschwür selbst niemals Druck einwirkt. Spezielle Lagerungshilfen (Betteinlage, Anti-Dekubitus-Matratze, Anti-Dekubitus-Kissen) unterstützen eine gute und gleichmäßige Druckverteilung. Zur Dekubitus-Therapie gehört auch die richtige Wundversorgung: Das Druckgeschwür ist mindestens zweimal täglich mit sterilen feuchten Verbänden zu versorgen. Die Anwendung feuchter Verbände ist wichtig, damit das Verbandmaterial nicht mit der offenen Wunde verklebt. Trockene, verklebte Verbände lassen sich nur schwer und unter großen Schmerzen entfernen und führen schnell dazu, dass die durchs Wundliegen entstandene Wunde erneut aufreißt. Darüber hinaus fördert ein feuchtes Klima die Wundheilung. Beim Verbandswechsel ist der Dekubitus sorgsam mit entsprechenden Spüllösungen (z.B. 0,9-prozentige Natriumchloridlösung) auszuspülen und anschließend mit geeigneten Hydrogelen und Hydrokolloiden feucht abzudecken, sodass keine Bakterien von außen in die Wunde eindringen können. Wundauflagen, die Desinfektionsmittel, Parfüme oder Öle enthalten, sind bei der Dekubitus-Therapie nicht zur Wundversorgung zu empfehlen, da sie allergische Reaktionen auslösen können. Auch Salben, die die Hautporen luftundurchlässig verschließen, sowie Puder, die eine harte Kruste auf der Wundoberfläche bilden, darf man nicht auf durch Wundliegen entstandene Wunden auftragen. Für die richtige Behandlung offener Druckgeschwüre steht spezielles Verbandsmaterial zur Verfügung. Die Angehörigen von Pflegebedürftigen halten deshalb bei einer ambulanten Pflege zu Hause am besten immer mit dem behandelnden Arzt beziehungsweise dem Pflegepersonal Rücksprache. Zudem ist es bei der Dekubitus-Therapie notwendig, abgestorbene Gewebereste chirurgisch zu entfernen. Hat das Wundliegen tiefe oder großflächige Wunden hinterlassen, ist es möglich, diese durch Verpflanzung eigener Haut abzudecken. Liegt infolge des Dekubitus eine allgemeine bakterielle Infektion des Körpers vor, kommt eine Behandlung mit Antibiotika zum Einsatz. Da trotz schneller und konsequenter Therapie die Heilung langwierig sein kann, ist es besonders wichtig, dem Wundliegen vorzubeugen. Weiterlesen: Dekubitus (Wundliegen): Verlauf Das könnte Sie auch interessieren
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