Dekubitus (Wundliegen): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. November 2014)

Bei einem Dekubitus (Wundliegen) gelingt die Diagnose anhand der vorliegenden Symptome: Die mit einem Druckgeschwür einhergehenden Haut- und Gewebeschädigungen sind mit bloßem Auge zu erkennen (sog. Blickdiagnose).

Bei seiner Bildung durchläuft der Dekubitus verschiedene Stadien. Bei der Diagnose kann der Arzt das Wundliegen nach seinem äußeren Erscheinungsbild sowie nach Art und Grad der Schädigung dem entsprechenden Schweregrad zuordnen. Meist erfolgt die Dekubitus-Gradeinteilung vierstufig und richtet sich vor allem danach, wie tief sich die Wunde im Gewebe ausgedehnt hat:

  • Dekubitus Grad 1
    Das betroffene Gewebe ist gerötet; die Rötung ist auch zwei Stunden nach Entlastung der entsprechenden Körperregion noch vorhanden.
  • Dekubitus Grad 2
    Die wund gelegene Haut ist oberflächlich geschädigt oder weist Blasen auf.
  • Dekubitus Grad 3
    Die Schädigung durch das Wundliegen reicht durch alle Gewebsschichten bis in die umliegenden Muskeln, Sehnen oder Fettgewebe.
  • Dekubitus Grad 4
    Das Dekubitalgeschwür reicht bis zum Knochen (d.h. Knochen oder Knochenhaut ist entzündet). Das betroffene Gewebe ist häufig abgestorben (Nekrosenbildung) und blauschwarz verfärbt.

Nach der ersten Dekubitus-Diagnose anhand des Hautbefunds nimmt der Arzt Gewebeabstriche, um wichtige Anhaltspunkte für die richtige Wundversorgung zu gewinnen. Wenn der Verdacht besteht, dass das Wundliegen bis zu den Knochen reicht, sind zusätzlich Röntgenaufnahmen oder andere bildgebende Verfahren notwendig, um den Grad der Schädigung besser beurteilen zu können.


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