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Dekubitus (Wundliegen): Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (13. November 2014)

Der Begriff Dekubitus oder Wundliegen bezeichnet per Definition eine örtlich begrenzte Schädigung der Haut und/oder des darunterliegenden Gewebes, die durch länger einwirkenden Druck entstanden ist. Die Haut- und Gewebeveränderung ist mit bloßem Auge erkennbar. Weitere Bezeichnungen für den Dekubitus lauten:

  • Druckgeschwür (bzw. Druckulkus) oder
  • Dekubitalgeschwür (bzw. Dekubitalulkus).

Der Begriff Dekubitus für das Wundliegen leitet sich vom lateinischen Wort decumbere (= sich niederlegen) ab. Gemeint ist damit das Sich-Durchliegen der Kranken.

Ursprünglich bezeichnete man das Wundliegen als Gangraena per decubitum, was sich vom griechischen gangraina (= fressendes Geschwür) ableitet und "faulige Wunde durch das Liegen" bedeutete. Später blieb davon nur die Kurzform Dekubitus übrig. Das Wort Geschwür findet im deutschen Sprachraum seit dem 16. Jahrhundert Anwendung. Es leitet sich von schwären (= schmerzen, schwellen, eitern; althochdeutsch sweran) ab und bedeutete ursprünglich "das, was eitert".

Der Dekubitus gehört (wie z.B. der diabetische Fuß) zu den chronischen Wundarten.

Häufigkeit

Der Dekubitus (Wundliegen) tritt in Deutschland mit einer Häufigkeit von schätzungsweise 400.000 neuen Fällen pro Jahr auf, die eine Behandlung erfordern. Etwa 10 Prozent der Krankenhauspatienten, 20 Prozent der Pflegebedürftigen in häuslicher Umgebung und etwa 30 Prozent der Bewohner in Altenheimen und geriatrischen Kliniken haben Dekubitalgeschwüre.

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Grundsätzlich kann es an allen Körperstellen zum Wundliegen kommen, die nicht durch Muskeln oder Fettgewebe vor erhöhtem Auflagedruck geschützt sind. Bei Rückenlage entsteht ein Dekubitus am häufigsten über dem Kreuzbein, an den Fersen und Ellbogen. Bei Seitenlage sind vor allem die Rollhügel der Oberschenkel und die Fußknöchel betroffen.

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