Startseite > Krankheiten > Darmpolypen > Verlauf
Stand: 19. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Darmpolypen sind zunächst gutartige Wucherungen, können sich im weiteren Verlauf jedoch zu einer bösartigen Geschwulst (Karzinom) entwickeln (sog. maligne Entartung). Für die Prognose ist es daher umso günstiger, je früher es gelingt, Polypen im Darm zu entdecken und zu entfernen. Wenn man Darmpolypen entfernt, ist allerdings (mit einer Wahrscheinlichkeit von 30 bis 50 Prozent) damit zu rechnen, dass sie später erneut auftreten.
Darmpolypen können im weiteren Verlauf mit verschiedenen Komplikationen verbunden sein: So kann ein Darmpolyp ab einer gewissen Größe den Darm stark einengen. Da dies die Stuhlpassage erheblich behindert, kann es zum Darmverschluss kommen. Wenn Darmpolypen bluten, kann ein ständiger Blutverlust außerdem zu einer Blutarmut (Anämie) führen.
Die meisten Darmpolypen sind gutartige Adenome, die vom Drüsengewebe der Schleimhaut ausgehen. Adenome können aber im weiteren Verlauf bösartig entarten. Diese Komplikation tritt bei den nicht-erblich bedingten Darmpolypen allerdings erst nach längerem Wachstum und ab einer gewissen Größe ein. Das Risiko einer Entartung liegt bei 2 bis 10 Prozent. Über 90 Prozent aller kolorektalen Karzinome entwickeln sich aus einem Adenom.
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