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Darmpolypen

Familiäre adenomatöse Polyposis

Stand: 19. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Wenn Darmpolypen erbliche Ursachen haben, kann eine familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) – auch adenomatöse Polyposis des Colons genannt – vorliegen: Diese Erbkrankheit ist durch ein vermehrtes Auftreten von Darmpolypen im Dickdarm gekennzeichnet. Ursache hierfür ist ein Schaden an einem Träger der Erbanlage (sog. Gendefekt). Die familiäre adenomatöse Polyposis ist bei einem von 10.000 Neugeborenen festzustellen und kann durch autosomal-dominante Vererbung entstehen: Dies bedeutet, dass die Kinder eines betroffenen Elternteils ein 50-prozentiges Risiko haben, dieselbe Krankheit zu bekommen, sofern der andere Elternteil gesund ist. Allerdings gelingt es bei etwa einem Drittel der Betroffenen nicht, einen eindeutigen Erbgang nachzuweisen, sodass der Gendefekt spontan entstanden sein muss.

Die familiäre adenomatöse Polyposis führt schon bei Jugendlichen dazu, dass sich im Darm viele Polypen bilden. Da die zunächst gutartigen Darmpolypen bösartig entarten können, haben Menschen mit dieser Erbkrankheit ein 100-prozentiges Risiko, einen Darmkrebs zu entwickeln. Etwa 1 Prozent aller Karzinome im Enddarm hat seine Ursachen in der familiären adenomatösen Polyposis.

Weiterlesen: Darmpolypen: Ursachen – Gardner-Syndrom

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