Startseite > Krankheiten > Darmpolypen > Diagnose
Stand: 19. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei Darmpolypen im unteren Bereich des Enddarms ist eine erste Diagnose durch eine rektale Tastuntersuchung mit einem Finger möglich. Verursachen die Polypen im Darm eine leichte Blutung, kann der Arzt diese über einen Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl – einen sogenannten Hämocculttest – diagnostizieren.
Daneben ist bei Verdacht auf Darmpolypen eine Darmspiegelung (Koloskopie) zur Diagnose empfehlenswert: Diese Untersuchung ermöglicht es nicht nur, vorhandene Polypen im Darm zu entdecken, sondern sie auch gleichzeitig zu entfernen und anschließend unter dem Mikroskop zu untersuchen. Außerdem kann der Arzt durch eine Darmspiegelung klären, ob eine andere Ursache – wie beispielsweise Darmkrebs oder eine entzündliche Darmerkrankung – für die Beschwerden verantwortlich ist. Treten die Darmpolypen im Rahmen einer Erbkrankheit (z.B. familiäre adenomatöse Polyposis, Gardner-Syndrom oder Peutz-Jeghers-Syndrom) auf, sind regelmäßige Darmspiegelungen unumgänglich, denn: Diese Erbkrankheiten bedeuten ein deutlich erhöhtes Darmkrebsrisiko.
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