Startseite > Krankheiten > Darmpolypen > Definition
Stand: 19. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Darmpolypen sind Vorwölbungen der Darmschleimhaut, die in den Darm hineinragen. Über 50 Prozent der Polypen im Darm sind gutartige Adenome, also Wucherungen, die vom Drüsengewebe der Schleimhaut ausgehen. Die Darmpolypen können in Form und Größe variieren, breitbasig aufsitzen oder gestielt sein, sowie einzeln oder in großer Zahl auftreten.
Adenome wachsen langsam, etwa einen Millimeter pro Jahr. Ab einer bestimmten Größe kann sich aus einem gutartigen Darmpolypen aber eine bösartige Geschwulst – ein Karzinom – entwickeln. Mediziner bezeichnen dies als maligne Entartung.
Die Häufigkeit von Darmpolypen nimmt in den westlichen Industrieländern mit steigendem Alter zu: Während die Häufigkeit bei den über 50-Jährigen insgesamt rund 30 bis 50 Prozent beträgt, sind bei 75 Prozent der über 70-Jährigen Polypen im Darm zu finden. Mit einem Anteil von über 90 Prozent sind Darmpolypen die häufigsten aller gutartigen Geschwülste. Männer sind öfter betroffen als Frauen. In vielen anderen Teilen der Erde außerhalb von Westeuropa und den USA sind Darmpolypen sehr selten.
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