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Stand: 15. Dezember 2011Autor: Onmeda-Redaktion
Ungefähr 60 bis 80 Prozent aller Darmkrebs-Fälle entdeckt man mit dem Hämoccult-Test und über Nachuntersuchungen. Allerdings ist der Hämoccult-Test kein spezifischer Krebstest, sondern weist auch Blutspuren durch andere Darmerkrankungen nach, wie zum Beispiel durch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), Divertikel im Darm oder Darmblutungen. In fast jedem dritten Fall stellen sich Hämorrhoiden als Ursache für das okkulte Blut im Stuhl heraus.
Ein positives Ergebnis des Hämoccult-Tests bedeutet deshalb nicht automatisch, dass eine Krebserkrankung vorliegt. Andererseits schließt ein negativer Test Darmkrebs auch nicht aus, denn nicht jedes kolorektale Karzinom blutet. Liegen also trotz negativem Hämoccult-Test Beschwerden wie Schmerzen oder Stuhlunregelmäßigkeiten vor, müssen diese weiter abgeklärt werden.
Das Ergebnis des Hämoccult-Tests kann durch bestimmte Nahrungsmittel (halbrohes Fleisch, Blutwurst, Brokkoli, Blumenkohl, Radieschen, ...) und Medikamente (z.B. Eisentabletten, Acetylsalicylsäure) falsch-positiv ausfallen. Auch Zahnfleischbluten oder Nasenbluten können zu einem falsch-positiven Testergebnis führen. Vitamin-C-haltige Präparate beziehungsweise Speisen (z.B. Obst) und Getränke (z.B. Multivitaminsäfte) können dagegen ein falsch-negatives Ergebnis des Hämoccult-Tests bewirken.
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