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Darmkrebs (Kolonkarzinom, kolorektales Karzinom)

Darmkrebs (Kolonkarzinom, kolorektales Karzinom) : Verlauf

Stand: 28. Dezember 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Prognose

Je früher Darmkrebs (Kolonkarzinom, kolorektales Karzinom) erkannt wird, desto besser kann man den Verlauf beeinflussen und desto besser ist auch die Prognose. Nur in einem Drittel aller Darmkrebs-Fälle entwickeln sich nach einer erfolgreichen Operation Tochtergeschwulste in anderen Organen (Fernmetastasen), hauptsächlich in der Leber. Das Risiko für das Wiederauftreten des Tumors im Becken (lokales Rezidiv) ist noch geringer.

Bei einem Kolonkarzinom hängen die Heilungschancen wie bei allen bösartigen Tumoren maßgeblich vom Stadium der Krebserkrankung ab. Befinden sich Metastasen in der Leber, so verschlechtert sich die Prognose. Nicht selten sendet der Tumor jedoch nur eine Metastase in die Leber, andere Organe bleiben verschont. In diesem Fall ist es möglich, die Lebermetastase operativ zu entfernen oder durch eine Lasertherapie zu behandeln. Wenn der ursprüngliche Tumor entfernt ist und keine weiteren Metastasen zu finden sind, stehen auch in diesen Fällen von Darmkrebs die Heilungschancen recht gut.

Komplikationen

Im fortgeschrittenen Darmkrebs-Stadium kann es aufgrund der Tumorgröße und dem Befall von Nachbarorganen zu Folgeerkrankungen kommen. Blutet der Tumor stark, kann sich eine Blutarmut (Anämie) entwickeln. Wächst der Tumor sehr schnell, kann die Stuhlpassage erschwert oder unmöglich werden. Ein solcher Darmverschluss (Ileus) macht eine rasche Operation oft unumgänglich.

Eine sofortige Operation ist ebenfalls notwendig, wenn der Tumor die äußere Darmwand durchbrochen hat und Darminhalt in den offenen Bauchraum gelangt. Dabei entstehen starke, plötzlich einsetzende Schmerzen und es kann zu einer Bauchfellentzündung (Peritonitis) kommen.

Nachsorge

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus sollte man regelmäßige Kontrolluntersuchungen zur Darmkrebs-Nachsorge wahrnehmen, damit ein Wiederauftreten des Tumors (Rezidiv) möglichst frühzeitig erkannt werden kann. Zu den Nachsorgeuntersuchungen bei Darmkrebs gehören eine körperliche Untersuchung, eine Darmspiegelung, Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums und die Bestimmung des sogenannten CEA-Werts (Tumormarker) im Blut. Häufigkeit, Dauer und Inhalte der Nachsorge richten sich nach der Tumorart, der Tumorausbreitung, dem Operationserfolg, der gewählten Nachbehandlung und dem Gesundheitszustand des Operierten.

Weiterlesen: Darmkrebs (Kolonkarzinom, kolorektales Karzinom) : Vorbeugen

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