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Darmkrebs, Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom, Rektumkarzinom) : Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (27. Mai 2013)

Darmkrebs im Dickdarmbereich (Kolonkarzinom, Rektumkarzinom) kann viele Ursachen haben. Dickdarmkrebs wird durch eine Reihe von Risikofaktoren begünstigt:

Vererbbare Risikofaktoren (hereditäre Prädisposition)

Es sind mehrere vererbbare Fehler der Erbanlagen (Gendefekte) bekannt, die zu speziellen Krankheiten mit einem hohen Risiko für Darmkrebs führen. Zu diesen vererbbaren Risikofaktoren (hereditäre Prädisposition) zählen folgende Erkrankungen:

  • Familiäre adenomatöse Polyposis (FAP)
  • Gardner-Syndrom
  • Peutz-Jeghers-Syndrom
  • HNPCC (Lynch-Syndrom)

Familiäre adenomatöse Polyposis (FAP)

Die familiäre adenomatöse Polyposis (FAP) ist durch viele zunächst gutartige Geschwulste, sogenannte Polypen, im Dickdarm gekennzeichnet, aus denen sich Darmkrebs entwickeln kann. FAP kommt mit einer Häufigkeit von 1 zu 10.000 vor.

Bei der FAP handelt es sich um eine autosomal dominant vererbbare Erkrankung. Dies bedeutet, dass eine Person, die unter dieser Erkrankung leidet, die FAP mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent an ihre Kinder weitervererbt. Allerdings lässt sich bei einem Viertel der Betroffenen kein eindeutiger Erbgang nachweisen. In diesen Fällen muss der Fehler der Erbanlagen (Gendefekt) also neu entstanden sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich im Darm von unbehandelten FAP-Patienten im Laufe der Zeit ein Kolonkarzinom entwickelt, ist sehr hoch. FAP ist für etwa ein Prozent aller Krebserkrankungen des Grimm- und Mastdarms (kolorektale Karzinome) verantwortlich.

Gardner-Syndrom

Das Gardner-Syndrom beruht auf einem ähnlichen Erbfehler (Gendefekt) wie die FAP. Es ist ebenfalls durch viele Geschwulste (Polypen) im Dickdarm gekennzeichnet, die bösartig entarten können. Daneben treten beim Gardner-Syndrom weitere gutartige Tumoren, beispielsweise der Knochen (Osteome), und Zysten der Talgdrüsen auf. Die Erkrankungswahrscheinlichkeit für Darmkrebs ist beim Gardner-Syndrom – wie bei der familiären adenomatösen Polyposis (FAP) – sehr hoch.

Peutz-Jeghers-Syndrom

Auch beim Peutz-Jeghers-Syndrom entwickelt sich eine große Zahl von zunächst gutartigen Geschwulsten (Polypen) im Darm und im Magen. Außerdem entstehen in der Mundschleimhaut sowie an Armen und Beinen bräunliche Flecken. Gegenüber der Normalbevölkerung ist bei dieser Erkrankung das Darmkrebs-Risiko deutlich erhöht. Das Peutz-Jeghers-Syndrom ist eher selten.

HNPCC (Lynch-Syndrom)

Das sogenannte hereditäre kolorektale Karzinom ohne Polyposis (engl. hereditary non-polyposis colorectal cancer, abgekürzt HNPCC), auch Lynch-Syndrom genannt, ist für circa fünf Prozent der Darmkrebs-Fälle verantwortlich. Meist tritt der bösartige Tumor beim HNPCC im rechten Dickdarm-Abschnitt auf. Auch außerhalb des Darms (etwa in der Gebärmutter: Endometriumkarzinom) ist das Risiko für Krebs bei den Betroffenen erhöht.

Bei der Diagnose des HNPCC sind die Patienten durchschnittlich 45 Jahre alt. Ist ein Elternteil erkrankt, so haben die Kinder ein deutlich erhöhtes Risiko, ebenfalls an einem hereditären kolorektalen Karzinom ohne Polyposis zu erkranken.






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