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DarmdivertikelDarmdivertikel(Stand: 28. Juli 2010) Divertikel sind pilz-, birnen- oder sackförmige Ausstülpungen an der Wand eines Hohlorgans. Divertikel treten beispielsweise in der Harnblase oder in der Speiseröhre auf – sind sie in der Darmwand zu finden, handelt es sich um Darmdivertikel. Im Dünndarm verursachen Divertikel meist keine Beschwerden und werden oft nur zufällig bei einer Untersuchung entdeckt. Gelegentlich führen sie jedoch zu Verdauungsstörungen, Bauchschmerzen, Völlegefühl und Durchfällen. Die Diagnosestellung der Dünndarmdivertikel erfolgt in der Regel durch eine Röntgenuntersuchung mit einem Kontrastmittel. Nur in seltenen Fällen müssen Dünndarmdivertikel chirurgisch entfernt werden. Divertikel des Dickdarms kommen vor allem bei älteren Menschen häufig vor. Treten die Darmdivertikel in größerer Zahl auf, wird von einer Divertikulose gesprochen. Die Darmdivertikel-Diagnose ergibt sich meist bereits aus dem Beschwerdebild und einer Blutuntersuchung und wird durch eine Darmspiegelung (Endoskopie) gesichert. Dickdarmdivertikel werden meist symptomatisch, in erster Linie über eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, behandelt. Bei etwa 20 Prozent aller Betroffenen mit Divertikulose entzünden sich im Laufe ihres Lebens die Divertikel: Es kommt zur sogenannten Divertikulitis. Diese macht sich durch Beschwerden wie länger anhaltende, hauptsächlich im linken Unterbauch angesiedelte Bauchschmerzen, Verstopfung oder auch Durchfälle bemerkbar. Weiterlesen: Darmdivertikel: Definition Autor: Onmeda Redaktion Medizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz Das könnte Sie auch interessieren
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