Cushing-Syndrom: Verlauf

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (21. September 2015)

Bei einem Cushing-Syndrom hängt der Verlauf davon ab, welche Ursache das dauerhafte Überangebot an dem Hormon Kortisol im Körper (sog. Hyperkortisolismus) hat. In den meisten Fällen sorgt eine Behandlung für eine günstige Prognose: Insgesamt liegt die Erfolgsrate zwischen 50 und 80 Prozent.

  • Wenn das Cushing-Syndrom während einer Langzeitbehandlung mit bestimmten Medikamenten als Nebenwirkung auftritt, verschwindet es nach Absetzen der Medikamente wieder.
  • Auch wenn der Hyperkortisolismus  durch eine gutartige Geschwulst der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) am Gehirn entstanden ist (sog. Morbus Cushing), ist dies bei rechtzeitiger Behandlung in der Regel heilbar.
  • Dasselbe gilt für Nebennierenkarzinome, solange diese noch nicht gestreut haben.
  • Sind hingegen Bronchialkarzinome für die Erkrankung verantwortlich, ist die Prognose weniger günstig.

Komplikationen

Ein Cushing-Syndrom kann in seinem Verlauf mit verschiedenen Komplikationen verbunden sein. Unbehandelt kann es nach Monaten bis Jahren zum Tod führen. Wenn die Betroffenen psychische Symptome entwickeln, besteht ohne Behandlung außerdem eine erhöhte Selbstmordgefahr.

Auch die gegen das Cushing-Syndrom eingesetzte Behandlung kann Komplikationen auslösen: Ist ein Nebennierentumor für den Hyperkortisolismus verantwortlich und entfernt der Operateur im Rahmen der Operation die Nebenniere, entwickeln anschließend bis zu 50 Prozent der Betroffenen ein sogenanntes Nelson-Syndrom – also ein gutartiges Geschwür des Hypophysenvorderlappens.


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