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Cushing-Syndrom (Hyperkortisolismus)

Cushing-Syndrom (Hyperkortisolismus): Therapie

Stand: 26. Mai 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei einem Cushing-Syndrom (Hyperkortisolismus) richtet sich die Therapie nach der jeweiligen Syndromform. Ziel jeder Behandlung ist es, den erhöhten Kortisolspiegel zu normalisieren. In der Regel dauert es mehrere Monate, bis der Kortisolspiegel durch die Behandlung wieder normal ist und sich die Symptome zurückbildet haben.

Wenn bei Ihnen bestimmte Medikamente zu einem Hyperkortisolismus geführt haben (exogenes Cushing-Syndrom), besteht die Therapie darin, die Verabreichung der Medikamente (Medikation) entsprechend anzupassen.

Bei einem von innen entstandenen Hyperkortisolismus (endogenes Cushing-Syndrom) erfolgt zur Therapie meist eine Operation. Die operative Behandlung zielt darauf ab, die Ursache für den Hyperkortisolismus zu entfernen. Meist handelt es sich dabei um eine gutartige Geschwulst der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), welche die Bildung von ACTH anregt (Morbus Cushing). Führt die operative Entfernung der Geschwulst der Hirnanhangsdrüse nicht zum gewünschten Erfolg oder ist eine Operation nicht möglich, kann eine Bestrahlung der Hirnanhangsdrüse erfolgen.

Durch eine Operation sind auch andere Tumoren behandelbar, die ein Cushing-Syndrom verursachen könne, wie zum Beispiel ein Bronchialkarzinom oder ein Tumor der Nebenniere, der eine erhöhte Kortisolbildung auslöst (adrenales Cushing-Syndrom). Wenn Sie ein adrenales Cushing-Syndrom haben, kann es sein, dass der Operateur bei dem Eingriff auch eine oder beide Nebennieren entfernt (sog. Adrenalektomie). Anschließend ist eine lebenslange Therapie mit Hormonen erforderlich, um die von der Nebenniere gebildeten und nun fehlenden Hormone zu ersetzen (sog. Hormonsubstitution).

Da ein endogenes Cushing-Syndrom ein erhöhtes Risiko hat, wiederholt aufzutreten, ist es nach erfolgreicher Behandlung ratsam, den Kortisolspiegel regelmäßig überprüfen zu lassen. Wenn bei Ihnen eine Operation nicht möglich ist oder Sie sehr stark ausgeprägte Symptome zeigen, kann Ihnen eine medikamentöse Therapie helfen. Wirksame Medikamente gegen Hyperkortisolismus sind zum Beispiel Metopiron, Ketoconazol oder Mitotan.

Weiterlesen: Cushing-Syndrom (Hyperkortisolismus): Verlauf

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