CUP-Syndrom: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Januar 2015)

Es gibt verschiedene Gründe, die beim CUP-Syndrom als Ursachen infrage kommen: Eine mögliche Ursache dafür, warum nur die Metastase, nicht aber der Primärtumor selbst entdeckt wird, ist, dass dieser extrem klein ist und sich der Diagnostik entzieht, sich also nicht mittels bildgebender Verfahren darstellen lässt. Oder der Tumor ist bereits zerfallen, hat sich sozusagen aufgelöst, nachdem er Metastasen in den Körper gestreut hat.

Manchmal entdecken die Ärzte den Primärtumor auch nicht sofort, sondern erst nach langem Suchen mittels verschiedener Untersuchungsmethoden. In 20 bis 30 Prozent der Fälle von CUP-Syndrom findet man letztlich den ursprünglichen Tumorherd in der Lunge. In 10 bis 20 Prozent sitzt er in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Aber auch Krebsgeschwulste folgender Organe stellen sich gelegentlich als Ausgangstumoren beim CUP-Syndrom heraus:

Metastasen haben in der Regel die gleiche feingewebliche Struktur wie ihr Primärtumor, weil sie sich von ihm ableiten. Der Pathologe, der das Gewebe untersucht, kann deshalb meist von einer Metastase auf den Primärtumor und damit auf das Ursprungsorgan rückschließen. Je weniger organtypische Merkmale die Tochtergeschwulst zeigt, umso schwieriger ist es, den Primärtumor aufzudecken. Liegen die Metastasen bei einem CUP-Syndrom in einer bestimmten Körperregion, erlaubt das Rückschlüsse auf die Ursachen.


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