CUP-Syndrom: Definition

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Januar 2015)

Beim Begriff CUP-Syndrom steht die Abkürzung CUP für "Cancer of Unknown Primary". Gemeint ist damit, dass sich Metastasen (Tochtergeschwulste) eines bösartigen Tumors finden, aber der eigentliche Ursprungstumor (Primärtumor) mit den zur Verfügung stehenden diagnostischen Verfahren nicht festgestellt werden kann. Ins Deutsche übersetzt spricht man von "Metastasen bei unbekanntem Primärtumor".

Durch die Verschleppung von Zellen des Primärtumors können prinzipiell überall im Körper Metastasen entstehen. Die Tumorzellen werden dabei entweder auf dem Lymphweg transportiert – so entstehen Lymphknotenmetastasen. Oder sie werden über die Blutgefäße verschleppt, dann entstehen sogenannte Fernmetastasen in anderen Organen wie in der Leber oder in der Lunge.

Das CUP-Syndrom macht rund drei bis fünf Prozent aller Krebserkrankungen aus. Während des Krankheitsverlaufs können die untersuchenden Ärzte den Primärtumor doch noch entdecken, allerdings bleibt bei etwa 50 bis 70 Prozent der Patienten die Suche nach dem Primärtumor erfolglos.


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