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Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. Dezember 2014)

© Jupiterimages/iStockphoto

Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) entsteht durch fehlgefaltete Prionen. Prionen sind spezielle Eiweiße, die in normalem Zustand unschädlich sind. Fehlgefaltet können sie durch ihre veränderte Struktur jedoch das Gehirn schädigen. Creutzfeldt-Jakob ist sehr selten und nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.

Zu Zeitpunkt der Erkrankung sind die Betroffenen meist zwischen 55 und 80 Jahren alt. Beim Beschwerdebild steht vor allem der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit (Demenz) im Vordergrund.

Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit schreitet schnell fort: Innerhalb von wenigen Wochen bis Monaten verliert der Betroffenen sein Kurzzeitgedächtnis und weitere geistige Fähigkeiten. Im weiteren Verlauf kommt es zu schweren Bewegungsstörungen und Persönlichkeitsveränderungen. Im Durchschnitt nach etwa vier bis acht Monaten endet die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit tödlich.

Creutzfeldt-Jakob wird anhand verschiedener Untersuchungen des Gehirns festgestellt. Dazu gehören die Elektroenzephalographie (EEG), die Kernspintomographie (MRT) und die Untersuchung der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit durch eine Liquorpunktion.

Trotz intensiver Forschung ist eine ursächliche Behandlung derzeit noch nicht möglich. Es gibt aber Hinweise darauf, dass Doxycyclin die Überlebenszeit bei CJK verlängern kann. Darüber hinaus gibt es einige Medikamente, welche die Symptome zeitweise lindern können.

Seit einiger Zeit gibt es eine neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK), die zunächst nur in England, später auch in anderen Ländern auftrat. Britische Forscher gehen mittlerweile davon aus, dass von 2.000 Menschen in Großbritannien einer die Prionen in sich trägt, die später zu einer vCJK führen können. Die neue Variante bricht oft schon mit unter 30 Jahren aus.

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