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Colitis ulcerosa

Ernährung

Stand: 10. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei der Colitis ulcerosa spielt im Rahmen der Therapie auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Hier gilt allgemein die sogenannte Vermeidungsdiät – das bedeutet: Essen Sie das, was Ihnen bekommt, und meiden Sie alles andere.

Eine spezielle Diät zur Colitis-ulcerosa-Therapie steht nicht zur Verfügung. Solange Ihre Colitis ulcerosa weniger aktiv ist, gilt es allerdings als empfehlenswert, dass die Ernährung ausreichend Eiweiß und Ballaststoffe enthält und blähungsarm ist. Während eines akuten Schubs gelten diese Ernährungstipps jedoch nicht, da in diesem Fall eine derartige schwer lösliche Kost die entzündeten Dickdarmschleimhäute zusätzlich reizen würde. Dies kann den Schub schwerer machen und ihn länger andauern lassen. Trotzdem können Sie auch während eines schweren Schubs versuchen, möglichst normal zu essen – aber besser ballaststoffarm. Manche Betroffene reagieren auch gut auf eine milchfreie Kost. Allgemein kann sich die Ernährung bei einer Colitis ulcerosa günstig auswirken, wenn Sie zum Beispiel:

  • Ihren Fleischkonsum auf höchstens eine Mahlzeit pro Woche beschränken (dies gilt nicht für Geflügel u. Fisch),
  • weitgehend auf Alkohol verzichten,
  • zu fettreiche Lebensmittel (z.B. zu viel Schokolade) vermeiden,
  • keine Softdrinks trinken,
  • Obst und Gemüse essen.

In schweren Fällen von Colitis ulcerosa kann es zur Therapie erforderlich sein, die Ernährung auf eine vollresorbierbare Elementarkost (Kosmonautennahrung) oder sogar auf eine künstliche Ernährung umzustellen, welche den Verdauungstrakt umgeht (z.B. intravenös).

Operation

Unter bestimmten Umständen erfordert die Colitis ulcerosa zur Therapie eine Operation: Wenn es nicht gelingt, die Darmerkrankung mit Medikamenten zu kontrollieren, wenn Komplikationen auftreten oder Krebsvorstufen vorliegen, ist es notwendig, den Dickdarm oder Teile des Dickdarms operativ zu entfernen (Kolektomie). In dem Fall kann für Sie womöglich eine begleitende Psychotherapie hilfreich sein.

Weiterlesen: Colitis ulcerosa: Verlauf

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