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Stand: 10. Dezember 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei der Colitis ulcerosa zielt die Therapie darauf ab, die Beschwerden zu lindern und das Risiko für Komplikationen zu verringern. Die Behandlung kann allerdings nicht die Ursachen der Colitis ulcerosa beheben, weshalb eine vollständige Heilung der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung nicht möglich ist. In erster Linie besteht die Colitis-ulcerosa-Therapie aus einer individuellen Diät und der Einnahme entzündungshemmender Medikamente.
Die größte Rolle bei der Colitis-ulcerosa-Therapie spielen Medikamente: Für die medikamentöse Behandlung der Darmerkrankung sind Kortikosteroide oder Abkömmlinge der Salicylsäure (Salizylate) geeignet. Die Kortikosteroide erhalten Sie entweder unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts (parenteral) über die Vene (intravenös) oder als Tabletten, als Zäpfchen beziehungsweise als rektale Einläufe (Klysmen). Des Weiteren kommt gegen die Darmentzündung erfolgreich Sulfasalazin zum Einsatz. Außerdem steht mit Mesalazin ein neues Salizylat zur Verfügung, das Sie sowohl als Tablette als auch als Zäpfchen anwenden können. In schwereren Fällen können sogenannte Immunsuppressiva (wie Azathioprin oder Ciclosporin) dazu beitragen, die bei einer Colitis ulcerosa fehlgeleitete Immunabwehr zu bremsen: Diese Wirkstoffe unterdrücken das Immunsystem.
Wenn Sie nicht ausreichend auf diese Medikamente ansprechen, kann Ihr Arzt Ihnen den Wirkstoff Infliximab gegen die Colitis ulcerosa verabreichen. Dieser zählt zu den sogenannten Biologika, das heißt, sein Aufbau ähnelt körpereigenen Antikörpern, die entzündungshemmend sind. Bei regelmäßiger Anwendung kann der Wirkstoff dazu beitragen, dass die infolge der Entzündung entstandenen Schäden an der Darmschleimhaut abheilen. So sind Operationen und damit verbundene Krankenhausaufenthalte seltener zur Colitis-ulcerosa-Therapie notwendig; außerdem ist es oft möglich, die Behandlung mit Kortikosteroiden zu stoppen.
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