Cluster-Kopfschmerz: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Januar 2015)

Worin genau der Cluster-Kopfschmerz seine Ursachen hat, ist bislang unklar. Bekannt ist allerdings, dass bestimmte Faktoren einzelne Cluster-Kopfschmerz-Attacken auslösen können. So können die Schmerzattacken zum Beispiel entstehen durch:

  • tyramin- und/oder histaminhaltige Lebensmittel (wie Schokolade, Nüsse, Käse, Tomaten und Zitrusfrüchte)
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Flimmerlicht (Fernseher, Kino)
  • Aufenthalte in großer Höhe
  • körperliche Anstrengung
  • gefäßerweiternde Medikamente

Dass – wie früher vermutet – der Cluster-Kopfschmerz durch eine Entzündung erweiterter Blutgefäße im Gehirn entsteht, ist heute ausgeschlossen. Stattdessen gilt inzwischen eine Fehlregulation biologischer Rhythmen – also der inneren Uhr – als wahrscheinliche Ursache für den Cluster-Kopfschmerz.

Gegen rein gefäßbedingte Kopfschmerzen spricht, dass der Cluster-Kopfschmerz oft zur gleichen Stunde im Tagesverlauf auftritt, vor allem ein bis zwei Stunden vor dem Einschlafen oder in den frühen Morgenstunden. Wahrscheinlicher ist daher, dass ein Hirnbereich, der für die Tages- und Schlaf-Wach-Rhythmen verantwortlich ist, beim Cluster-Kopfschmerz aus bisher unbekannten Ursachen verändert ist: Moderne bildgebende Verfahren weisen auf eine Aktivierung solcher Bereiche im Zwischenhirn (genauer: im Hypothalamus) hin. Warum jedoch deutlich mehr Männer als Frauen Cluster-Kopfschmerzen haben, ist noch nicht geklärt.

Möglicherweise hat der Cluster-Kopfschmerz auch erbliche Ursachen: Ein Hinweis hierfür ist die Tatsache, dass sich das eigene Risiko für Cluster-Kopfschmerzen um das 18-Fache erhöht, wenn man einen betroffenen Verwandten ersten Grads hat. Ein Verwandter zweiten Grads mit Cluster-Kopfschmerz hingegen erhöht das eigene Risiko nur um das 3-Fache.


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