Cluster-Kopfschmerz: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Januar 2015)

Beim Cluster-Kopfschmerz ergibt sich die Diagnose anhand der Symptome – Cluster-Kopfschmerzen gelten als diagnostiziert, wenn:

  • mehrere starke Schmerzattacken mit einer Dauer von jeweils 15 bis 180 Minuten einseitig im Bereich des Auges und/oder der Schläfe und
  • gleichzeitig eine Bewegungsunruhe und/oder mindestens eins der folgenden Anzeichen auf der vom Schmerz betroffenen Kopfseite auftreten:
    • tränendes und/oder gerötetes Auge
    • verengte Pupille
    • herabhängendes und/oder geschwollenes oberes Augenlid
    • laufende und/oder verstopfte Nase
    • verstärktes Schwitzen im Bereich von Stirn und Gesicht

Mit dem sogenannten Nitroglycerintest ist es möglich, die Cluster-Kopfschmerz-Diagnose zu sichern: Bei diesem Test verabreicht der Arzt eine Nitroglycerinkapsel, die auch zur Behandlung von Angina pectoris zum Einsatz kommt. Wenn das Nitroglycerin Kopfschmerzen auslöst, ist der Nitroglyzerintest positiv – das heißt, es liegen Cluster-Kopfschmerzen vor.

Die Schmerzattacken und die Begleitsymptome auf der von den Cluster-Kopfschmerzen betroffenen Kopfseite kommen auch bei verwandten Kopfschmerzarten vor. Daher kann es in Einzelfällen schwierig sein, den Cluster-Kopfschmerz bei der Diagnose von diesen Kopfschmerzarten abzugrenzen – vor allem von der Trigeminusneuralgie und der Migräne:

  • Die Trigeminusneuralgie ist im Vergleich zum Cluster-Kopfschmerz durch eine kürzere Attackendauer gekennzeichnet, während es
  • bei Migräne typischerweise zu länger dauernden Attacken, Rückzugverhalten und anderen Begleitsymptomen kommt.

Auch ein akuter Glaukomanfall kann ähnliche Beschwerden wie ein Cluster-Kopfschmerz auslösen, was bei der Diagnose zu berücksichtigen ist. Es ist also wichtig, neu auftretende oder bisher unbekannte Kopfschmerzen beziehungsweise einen Kopfschmerz mit nicht eindeutigen Symptomen immer genau abzuklären.


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