Clostridium-difficile-Infektion: Therapie

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (21. März 2017)

Bei Beschwerden durch eine Clostridium-difficile-Infektion (CID) ist es wichtig, den durch den Durchfall entstandenen Wasser- und Elektrolytverlust wieder auszugleichen, etwa durch eine Infusion. Darüber hinaus sollte der Patient in einem Einzelzimmer untergebracht werden, damit sich andere Menschen nicht anstecken.

Falls die Beschwerden nach der Einnahme eines Antibiotikums aufgetreten sind, wird der Arzt das Medikament nach Möglichkeit absetzen, wenn dies ärztlich vertretbar ist. Diese Therapie kann zu einem Rückgang der Symptome innerhalb einiger Tage führen. Ist dies nicht der Fall, ist es nötig, dass der Arzt Antibiotika verschreibt.

Eine Therapie mit Antibiotika ist in jedem Fall notwendig

  • bei schweren Verläufen einer Clostridium-difficile-Infektion, etwa in Form einer pseudomembranösen Kolitis,
  • bei fortbestehenden Symptomen,
  • bei älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen oder
  • wenn es nicht möglich ist, die ursächlichen Antibiotika abzusetzen.

Zu häufig verschriebenen Antibiotika zählen Präparate mit den Wirkstoffen Metronidazol, Vancomycin oder Fidaxomicin.

Treten durch Clostridium-difficile Komplikationen auf – etwa ein Darmdurchbruch –, müssen diese im Rahmen der Therapie eventuell chirurgisch behandelt werden. In diesem Fall kann es nötig sein, den Dickdarm zu entfernen (Kolektomie).

Eine ältere Frau im Krankenhaus – die Therapie einer Clostridium-difficile-Infektion richtet sich unter anderem nach der Schwere der Erkrankung. © Jupiterimages/Comstock Images

Die Therapie einer Clostridium-difficile-Infektion richtet sich unter anderem nach der Schwere der Erkrankung.

Bringen die Medikamente nicht den gewünschten Erfolg, kann über eine Stuhltransplantation (Fäkaltransplantation) nachgedacht werden. Diese Art der Therapie sollte in einem entsprechenden gastroenterologischen Zentrum erfolgen. Dabei wird der Stuhl einer gesunden Person in den Körper des Erkrankten gebracht – entweder über eine Sonde oder mithilfe eines Einlaufs. Ziel ist es, das Gleichgewicht der Darmflora durch die Spende wiederherzustellen und Clostridium difficile zurückzudrängen.

Hat der Patient aufgrund der Durchfälle viel Flüssigkeit verloren, gilt es, den Wasser- und Elektrolytverlust wieder auszugleichen, etwa durch eine Infusion.