Clostridium-difficile-Infektion: Diagnose

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (21. März 2017)

Erste Hinweise auf eine mögliche Clostridium-difficile-Infektion (CDI) geben übelriechende Durchfälle sowie eine kürzlich durchgeführte Therapie mit Antibiotika. In den meisten Fällen ist die Infektion im Krankenhaus oder in einem Alten- oder Pflegeheim entstanden. Aber auch bei Durchfällen ohne Krankenhausaufenthalt, die länger als drei Tage anhalten, sollte der Arzt Clostridium difficile als Ursache ausschließen.

Hat der Arzt den Verdacht, dass es sich bei den Beschwerden um eine Darmentzündung durch Clostridium difficile handeln könnte, wird er den Stuhl seines Patienten untersuchen lassen. Bei einem positiven Befund kann das Labor im Stuhl Giftstoffe (Toxine) nachweisen, die das Bakterium abgesondert hat.

In schweren Fällen kann zur Diagnose eine Darmspiegelung erforderlich sein. Haben die Bakterien eine schwere Darmentzündung hervorgerufen (sog. pseudomembranöse Kolitis), kann der Arzt bei einer Spiegelung des Darms erhabene, weiß-gelbliche Auflagerungen auf der Darmschleimhaut des entzündeten Bereichs erkennen: sogenannte Pseudomembranen. Die Darmschleimhaut ist geschwollen und stark entzündet.

Kultur von Clostridium difficile: Clostridium difficile kann der Arzt anhand einer Stuhlprobe nachweisen. Zudem kann eine Darmspiegelung zur Diagnose beitragen. © iStock

Clostridium difficile kann der Arzt anhand einer Stuhlprobe nachweisen. Zudem kann eine Darmspiegelung zur Diagnose beitragen.