Chronische Bronchitis: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. Januar 2015)

Die durch eine chronische Bronchitis ausgelösten Symptome allein reichen zur Diagnose nicht aus. Ein häufiger beziehungsweise dauernder Husten mit weißem, zähem Auswurf (v.a. bei Rauchern) erlaubt jedoch eine Verdachtsdiagnose. Anschließend sind verschiedene Untersuchungen nötig, um den Verdacht auf eine chronische Bronchitis zu bestätigen.

Weisen die Symptome auf eine chronische Bronchitis hin, besteht der erste Schritt zur Diagnose in einer körperlichen Untersuchung – das bedeutet unter anderem: Lunge abhören und abklopfen sowie die Atemwege untersuchen.

Um die chronische Bronchitis bei der Diagnose von den obstruktiven und restriktiven Lungenerkrankungen abzugrenzen, bietet sich eine Spirometrie zur Untersuchung der Lunge an. (Zu den obstruktiven Lungenerkrankungen gehören Asthma, Lungenemphysem und chronisch obstruktive Bronchitis; bei restriktiven Lungenerkrankungen ist das Lungengewebe zerstört und im Lungengerüst das Bindegewebe durch Einlagerung von Kollagen, einem Eiweißkörper, krankhaft verändert.) 

Auch eine Röntgenaufnahme der Lunge trägt dazu bei, die chronische Bronchitis zu diagnostizieren, weil der Arzt so andere Lungenerkrankungen (wie Tuberkulose, Lungenkrebs usw.) ausschließen kann.

Eine Blutuntersuchung gibt Auskunft über mögliche Komplikationen (durch Infektionen oder wichtige Begleiterkrankungen). Zudem kann ein Elektrokardiogramm (EKG) bei Verdacht auf eine chronische Bronchitis zum Einsatz kommen: Das EKG liefert Hinweise auf eine mögliche Begleiterkrankung des Herzens (infolge Überlastung durch einen ständig erhöhten Blutdruck im Lungensystem, der allerdings bei einer einfachen chronischen Bronchitis noch nicht auftritt) beziehungsweise der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit).


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